Deutsche Industrie erwartet 3,5 Prozent BIP-Wachstum für 2022

German.news.cn| 15-01-2022 10:00:05| 新华网
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BERLIN, 14. Januar (Xinhua) -- Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) blickt nach eigener Aussage "mit verhaltener Zuversicht" auf die wirtschaftliche Erholung der Industrie und erwartet für das laufende Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,5 Prozent.

Die deutschen Exporte würden in diesem Jahr mit voraussichtlich vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr etwa halb so viel zulegen wie im vergangenen Jahr, sagte der BDI am Donnerstag.

"Die Auftragsbücher sind voll, die Produktion hält jedoch nicht mit der Nachfrage Schritt", sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm. "Pandemiebedingte Einschränkungen und Lieferengpässe beeinträchtigen große Teile der Wirtschaft."

Viele deutsche Unternehmen der Automobil-, Elektro- und Maschinenbaubranche sind von Lieferengpässen betroffen, die die industrielle Wertschöpfung laut BDI in den Jahren 2021 und 2022 um mehr als 50 Milliarden Euro ausbremsen.

Der deutschen Wirtschaft könnte "ein weiteres Stop-and-Go-Jahr drohen", so der BDI. Mit den richtigen Rahmenbedingungen bestünde "aber auch die Chance, dass das neue Jahr das Jahr mit der stärksten Wirtschaftsdynamik seit 2010" werde.

Hohe Energiekosten, schleppender digitaler Wandel, mangelnde Infrastruktur-Investitionen und hohe Steuern würden den Wirtschaftsstandort für Unternehmen aus dem In- und Ausland immer weniger attraktiv machen, sagte Russwurm.

"Die Politik muss den Negativtrend der vergangenen Jahre umkehren, über die Krisenbewältigung hinaus die Schlagzahl erhöhen und einen Wachstumskurs einschlagen", fügte Russwurm hinzu.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR), ein offizielles Beratungsgremium der Bundesregierung, erwartet für dieses Jahr ein BIP-Wachstum von 4,6 Prozent. "Wenn sich im nächsten Jahr die private Nachfrage nach Dienstleistungen und die Industrieproduktion normalisieren, dürfte das Wirtschaftswachstum weiter anziehen", so der SVR.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

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