MÜNCHEN, 16. Februar (Xinhua) -- Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), Wolfgang Ischinger, betonte am Sonntag zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung die wachsenden Zweifel an den transatlantischen Beziehungen.
In seiner Abschlussrede sagte Ischinger, dass der Bericht der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz mit dem Titel „Under Destruction“ unterschiedliche Meinungen hervorgerufen habe. Während Bundeskanzler Friedrich Merz die Ansicht vertrat, dass die internationale Ordnung nicht nur angegriffen werde, sondern dass es sie „so nicht mehr“ gebe, forderte US-Außenminister Marco Rubio deren „Erneuerung und Wiederherstellung“.
Ischinger wies auf die zunehmenden Fragen hin, ob „das, was wir bisher als den Westen bezeichnet haben“, noch immer gemeinsame Werte teile, sich an die gleichen Regeln halte und wirklich noch zum gleichen Team gehöre.
Zudem verwies Ischinger auf Warnungen von Teilnehmern aus Dänemark und Grönland und merkte an, dass bestimmte Grenzen, wenn sie überschritten würden, ernst genommen werden müssten.
In Bezug auf die Ukraine-Krise bezeichnete Ischinger deren Ausgang als „existenzielle Frage für Europa“, die die Zukunft des Kontinents in vielerlei Hinsicht prägen werde. Diese Realität müsse nicht nur in Europa, sondern auch in den Vereinigten Staaten anerkannt werden.
Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz, die von Freitag bis Sonntag stattfand, konzentrierte sich auf Themen wie europäische Sicherheit und Verteidigung, die Zukunft der transatlantischen Beziehungen und konkurrierende Visionen für die Weltordnung.





