
Ungarische Künstlerinnen malen neben einem antiken Gebäude in der Stadt Taiyuan in der Provinz Shanxi in Nordchina, 18. Juni 2026. (Xinhua/Chen Zhihao)
TAIYUAN, 30. Juni (Xinhua) -- Insgesamt 23 Künstler, Kunstpädagogen, Studenten und Kulturschaffende aus Ungarn beendeten am Sonntag ihre Entdeckungsreise zu den antiken architektonischen Kulturerbestätten in der nordchinesischen Provinz Shanxi.
Während der Reise, die am 17. Juni begann, besuchten die Teilnehmer die Städte Taiyuan, Xinzhou und Datong und besichtigten berühmte Kulturerbestätten wie die Holzpagode von Yingxian, die Yungang-Grotten und die Altstadt von Pingyao.
Durch Zeichnungen, Feldstudien und künstlerisches Schaffen erhielten sie einen Eindruck aus erster Hand von dem reichen historischen und kulturellen Erbe Shanxis.
Die alte chinesische Architektur, die für ihr ausgeklügeltes Holzrahmenbau-System bekannt ist, verkörpert die Weisheit, die Handwerkskunst und die ästhetischen Ideale von Generationen chinesischer Handwerker. In Shanxi befinden sich mehr als 80 Prozent der noch erhaltenen Holzbauwerke des Landes, die vor der Yuan-Dynastie (1271-1368) errichtet wurden. Deshalb gilt die Provinz als „Museum der antiken chinesischen Baukunst“.
Die Beziehungen zwischen China und Ungarn haben in den letzten Jahren eine starke Dynamik bewahrt. Im Jahr 2024 begründeten die beiden Länder eine umfassende strategische Allwetterpartnerschaft für eine neue Ära, und schufen damit neue Möglichkeiten für die Zusammenarbeit im kulturellen Bereich und im zwischenmenschlichen Austausch.
Réka Tünde Dankó, eine Vertreterin der Sino-European Foundation of Chinese Culture and Education, erklärte, Kunst sei eine universelle Sprache, die Emotionen, Ideen und Werte über sprachliche Grenzen hinweg vermitteln könne.
„Das Programm bietet ungarischen Künstlern eine wertvolle Gelegenheit, das tiefgreifende historische und kulturelle Erbe von Shanxi hautnah zu erleben, und ist zugleich ein wichtiges Zeugnis für den Dialog und die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern“, sagte sie.
„Wir freuen uns besonders, dass die Teilnehmer nicht nur als Aussteller und Gestalter, sondern auch als Reisende, Beobachter und Kulturbotschafter anwesend sind“, fügte sie hinzu. „Die hier entstandenen Werke werden nicht nur künstlerische Kreationen sein, sondern auch bleibende Zeugnisse des Dialogs und der Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern.“
Der ungarische Künstler Ábel Szabó zeigte sich tief beeindruckt von Chinas Architektur und traditionellen Künsten.
„Ich bin sehr interessiert an der chinesischen Architektur und der traditionellen Kunst. Was ich hier gesehen habe, ist wirklich bemerkenswert, und ich hoffe, einige dieser Inspirationen in meine eigenen künstlerischen Werke einfließen zu lassen“, sagte er.
Die ungarische Studentin Zsófia Adél Öreg zeigte besonderes Interesse an chinesischen Bautechniken, Wandmalereien und traditioneller Malerei.
„Am interessantesten finde ich, dass viele dieser Bauwerke ganz ohne Nägel errichtet wurden“, sagte Öreg. Die architektonischen Motive, die Wandmalereien und die Naturlandschaften von Shanxi hätten ihr bereits reichlich Inspiration für zukünftige Werke geliefert.
Nach Angaben der Organisatoren werden ausgewählte Kunstwerke, die im Rahmen des Programms entstanden sind, in einem dreisprachigen Album auf Chinesisch, Ungarisch und Englisch zusammengestellt. Die Werke werden außerdem in Wanderausstellungen sowohl in China als auch in Ungarn präsentiert.
