Chinesischer Verteidigungssprecher kritisiert Rhetorik der „China-Bedrohung“ im neuen japanischen Verteidigungsweißbuch - Xinhua | German.news.cn

Chinesischer Verteidigungssprecher kritisiert Rhetorik der „China-Bedrohung“ im neuen japanischen Verteidigungsweißbuch

2026-08-06 09:08:53| German.news.cn
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BEIJING, 5. August (Xinhua) -- Ein Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums wies am Dienstag Inhalte über das chinesische Militär im neuen japanischen Verteidigungsweißbuch zurück und erklärte, dieses bausche die sogenannte Rhetorik der „China-Bedrohung“ auf. Diese diene Japan lediglich als Vorwand, Beschränkungen für den eigenen militärischen Ausbau zu lockern.

Als Antwort auf eine entsprechende Medienanfrage sagte Chen Xi, Sprecher von Chinas Verteidigungsministerium (MND), Japans falsche Anschuldigungen gegen China seien ein klassischer Fall von „Haltet den Dieb“-Rufen durch den Dieb selbst. Er brachte Chinas starke Unzufriedenheit und entschiedenen Widerstand gegen das Weißbuch zum Ausdruck.

Die Äußerungen folgten im Anschluss an die Veröffentlichung des Weißbuchs „Defense of Japan 2026“ durch Japans Verteidigungsministerium. Darin werden Chinas militärische Aktivitäten als Japans „größte strategische Herausforderung aller Zeiten“ bezeichnet. Der Bericht kritisierte außerdem chinesische Militäraktivitäten in Gebieten rund um die Taiwan-Region und stellte ein zunehmend schwieriges regionales Sicherheitsumfeld dar.

Chen wies das Weißbuch als „voller falscher Narrative“ zurück und sagte, Japan nutze Sicherheitsbedenken als Vorwand, um langjährige Beschränkungen seines Militärs aufzuheben.

Chen zufolge haben Japans Regierungsbehörden die Überarbeitung der drei zentralen Sicherheitsdokumente des Landes beschleunigt, die Verteidigungsausgaben kontinuierlich erhöht, Fähigkeiten für Langstreckenschläge ausgebaut und versucht, militärische Expansion in den nationalen Institutionen, Industrien und der öffentlichen Meinung zu verankern.

Chen warnte, Japans „neuer Militarismus“ sei zu einer ernsthaften Herausforderung für die internationale Nachkriegsordnung und zur tatsächlichen Bedrohung für Frieden und Stabilität in der Region geworden.

Der Sprecher bekräftigte zudem, dass die Taiwan-Frage Chinas Souveränität und territoriale Integrität betreffe und für die politischen Grundlagen der Beziehungen zwischen China und Japan von Bedeutung sei.

„Wir fordern Japan nachdrücklich auf, seine Geschichte der Aggression ernsthaft zu reflektieren, die Einmischung in Chinas innere Angelegenheiten einzustellen, die japanische Öffentlichkeit und die internationale Gemeinschaft nicht weiter irrezuführen und den falschen Weg der Remilitarisierung nicht weiter zu beschreiten“, so Chen.