Tibetische Medizin-Thangkas im weltweiten Rampenlicht auf Symposium in Xizang - Xinhua | German.news.cn

Tibetische Medizin-Thangkas im weltweiten Rampenlicht auf Symposium in Xizang

2026-08-27 14:29:52| German.news.cn
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Das Foto zeigt das zweite internationale wissenschaftliche Symposium zu den „Vier Abhandlungen der tibetischen Medizin“ und tibetischen Medizin-Thangkas in Lhasa im Autonomen Gebiet Xizang im Südwesten Chinas, 20. August 2026. (Xinhua/Tenzing Nima Qadhup)

LHASA, 26. August (Xinhua) -- Am vergangenen Donnerstag wurde im Autonomen Gebiet Xizang im Südwesten Chinas ein internationales Symposium eröffnet, um das wachsende weltweite Interesse an der traditionellen tibetischen Medizin und ihren auf Thangkas dargestellten Illustrationen zu beleuchten.

Das zweite internationale wissenschaftliche Symposium zu den „Vier Abhandlungen der tibetischen Medizin“ und tibetischen Medizin-Thangkas fand in der Regionalhauptstadt Lhasa statt und brachte mehr als 200 Experten aus China, Großbritannien, Deutschland, Österreich, der Mongolei und Nepal zusammen.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die historische Entwicklung der klassischen Abhandlungen, die ikonografische Interpretation von tibetischen Medizin-Thangkas sowie Wege zur modernen klinischen Anwendung und zur internationalen Zusammenarbeit.

Im Rahmen des Symposiums wurde ein Forschungszentrum für tibetische Medizin-Thangkas eingeweiht.

Die zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert verfassten „Vier Abhandlungen der tibetischen Medizin“ sind das einflussreichste Grundlagenwerk der traditionellen tibetischen Medizin. Sie wurden 2023 in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen.

Auf der Grundlage dieses Werks dienen die 80 Rollbilder umfassenden tibetischen Medizin-Thangkas als visuelle Ergänzung zum Unterricht und decken die Bereiche Diagnostik, Pharmakologie, Prävention und medizinische Ethik ab. Die medizinischen Thangkas wurden ebenfalls im Jahr 2023 in die nationale Liste des Dokumentenerbes Chinas aufgenommen.

Unter den Teilnehmern befand sich Katharina Anna Sabernig, Dozentin an der Medizinischen Universität Wien in Österreich, die 1994 im Labrang-Kloster in der Provinz Gansu zum ersten Mal mit Wandmalereien der tibetischen Medizin in Berührung kam. Später kehrte sie dorthin zurück und begann, sich intensiver mit den Werken auseinanderzusetzen.

„Ich sah diese Wandmalereien und begann, immer tiefer in die Materie einzutauchen und all dies zu verstehen“, erinnerte sich Sabernig.

Mary Caroline Wyatt, eine britisch-griechische Wissenschaftlerin, begann im vergangenen September an einer englischen Übersetzung von Texten über tibetische Medizin-Thangkas mitzuarbeiten. Sie merkte an, dass vollständige englische Fassungen lange Zeit Mangelware gewesen seien.

„Unsere Übersetzungen richten sich an ein Fachpublikum, daher behalten wir viele fachspezifische, traditionelle Begriffe bei“, sagte Wyatt.

Die Veranstaltung wurde von der regionalen Gesundheitskommission ausgerichtet und gemeinsam vom regionalen Krankenhaus für tibetische Medizin und der Xizang University of Tibetan Medicine organisiert.

Xizang hat eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung der tibetischen Medizin und zur Unterstützung von Innovationen ausgearbeitet und umgesetzt. Laut einem im vergangenen Jahr veröffentlichten Weißbuch der Regierung verfügt das Gebiet über 51 öffentliche Einrichtungen für tibetische Medizin, die 5.287 Fachkräfte beschäftigen und 3.260 Betten betreiben - ein Anstieg gegenüber den 28 Einrichtungen, 2.232 Fachkräften und 1.364 Betten im Jahr 2012.

Im April führte China seinen ersten nationalen empfohlenen Standard für die Klassifizierung von Krankheiten in der ethnischen Medizin sowie Codes für die tibetische Medizin ein.

Tsering, Präsident des regionalen Krankenhauses für tibetische Medizin, sagte, die Einträge in das UNESCO-Weltdokumentenerbe und in Chinas nationale Liste des Dokumentenerbes hätten die tibetische Medizin einem breiteren globalen Publikum zugänglich gemacht.

„Wir werden diese Chancen bestmöglich nutzen, um den akademischen Austausch und die klinische Zusammenarbeit weltweit zu fördern“, sagte Tsering.

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