Feature: Chinesische Sprache öffnet jungen Menschen in Tadschikistan neue Türen - Xinhua | German.news.cn

Feature: Chinesische Sprache öffnet jungen Menschen in Tadschikistan neue Türen

2026-10-23 15:20:49| German.news.cn
2026-10-23 15:20:49| German.news.cn

DUSCHANBE, 22. Oktober 2026 (Xinhuanet) -- Mit einem Pinsel in der Hand zieht die 20-jährige Maryam Tabarova sorgfältig chinesische Schriftzeichen auf Papier und konzentriert sich auf jeden Strich. Um sie herum üben mehr als 10 Mitstudierende im Konfuzius-Institut der Tadschikischen Nationalen Universität (TNU) Kalligraphie.

„Als ich ein Kind war, sah ich viele chinesische Filme im Fernsehen, was mein erstes Interesse an China weckte“, sagte Tabarova.

Vor eineinhalb Jahren schrieb sie sich am Konfuzius-Institut der TNU ein, wo sie Chinesisch lernt und an kulturellen Aktivitäten teilnimmt. Sie hofft, die Sprache zu beherrschen und zugleich ein tieferes Verständnis für die chinesische Kultur zu gewinnen.

„Unter allen Bereichen der chinesischen Kultur mag ich die Kalligraphie am meisten. Das Üben der Kalligraphie hilft mir, Geduld und Beharrlichkeit zu entwickeln“, sagte sie.

Tabarova sagte, das Institut organisiere neben den regulären Kursen auch eine Reihe von Veranstaltungen und Wettbewerben. „Durch diese Aktivitäten können wir unser Chinesisch verbessern und mehr über die chinesische Kultur erfahren“, sagte sie.

Mit Blick auf die Zukunft hofft sie, nach ihrem Abschluss eine Karriere im Sprachunterricht einzuschlagen. „Ich möchte nach China gehen, um mein Chinesisch zu verbessern, bevor ich nach Tadschikistan zurückkehre, um am Konfuzius-Institut zu unterrichten“, sagte sie.

Sun Jing, Mitdirektorin des Konfuzius-Instituts der TNU, sagte, seit seiner Gründung im Jahr 2008 habe das Institut etwa 56.000 Menschen Mandarin beigebracht und mehr als 1.400 Kulturveranstaltungen organisiert, die insgesamt über 170.000 Teilnehmer angezogen hätten. Einige seiner ehemaligen Studenten seien später Lehrer des Instituts geworden.

Zhasmina Kalandarova begann 2014 mit dem Chinesischlernen und unterrichtet heute am Konfuzius-Institut der TNU.

„Mein größter Erfolg als Lehrerin des Konfuzius-Instituts ist, dass ich Arbeit verrichten kann, die ich wirklich liebe“, sagte sie. „Durch diese Sprache kann ich mehr unserer Studenten dabei unterstützen, die Welt zu sehen und anderen Kulturen zu begegnen.“

Kalandarova sagte, die chinesische Spreche spiele eine bedeutende Rolle beim kulturellen Austausch. „Die chinesische Sprache ist nicht nur eine Brücke zwischen Zentralasien und China, sondern auch eine Brücke, die die gesamte Welt verbindet“, sagte sie.

Zudem wies sie darauf hin, dass die Zusammenarbeit zwischen China und Zentralasien im Bildungsbereich mehr praxisorientierte, kompetenzbasierte Ausbildungsprogramme umfassen sollte, die auf die Bedürfnisse der lokalen Industrie zugeschnitten seien.

„Solche Programme können jungen Menschen helfen, berufliche Fähigkeiten zu entwickeln und die für eine Beschäftigung erforderlichen Qualifikationen zu erwerben“, sagte Kalandarova.

Im März startete das Konfuzius-Institut der TNU einen Workshop, der jungen Menschen aus dieser Region kostenlose Kurse in praktischen Fertigkeiten anbietet, darunter Filigran-Emailmalerei und die Herstellung von Kupferbasreliefs.

Der kulturelle Workshop war besonders vorteilhaft für Samira Hamroeva, eine Studentin im Abschlussjahr an der TNU, die seit mehr als zwei Jahren am Institut Chinesisch lernt.

Als sie ihren Lehrern sagte, dass sie hoffe, ihr Handwerk in eine Einkommensquelle zu verwandeln, boten sie ihr ihre volle Unterstützung an.

Hamroeva plant, mit lokalen Unternehmen zusammenzuarbeiten, die ihre Produkte regelmäßig abnehmen würden.

„Ich möchte chinesische Technologien nutzen, um Produkte zu schaffen, die Elemente unserer eigenen Kultur enthalten, und so die Freundschaft zwischen den Völkern unserer beiden Länder vertiefen“, sagte Hamroeva.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)