3,3 Millionen Geflüchtete halten sich in Deutschland auf: Destatis - Xinhua | German.news.cn

3,3 Millionen Geflüchtete halten sich in Deutschland auf: Destatis

2022-06-22 11:26:02| German.news.cn
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BERLIN, 21. Juni (Xinhua) -- Die Zahl der in Deutschland lebenden Geflüchteten lag im Jahr 2021 bei 3,3 Millionen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag anlässlich des Weltflüchtlingstages mit.

Mehr als jeder dritte dieser Geflüchteten kam zwischen 2014 und 2021 nach Deutschland. Eine weitere große Gruppe, knapp eine Million Menschen, ist unmittelbar nach und in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland geflohen oder vertrieben worden. Das Durchschnittsalter dieser Menschen liegt bei 82 Jahren.

Die Gesamtbevölkerung Deutschlands stieg im letzten Jahr auf 83,2 Millionen und ist damit wieder größer als vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Jahr 2019. Dies ist laut Destatis vor allem auf einen Anstieg der Nettozuwanderung auf rund 300.000 Personen zurückzuführen.

Die meisten Geflüchteten, die sich 2021 in Deutschland aufhielten, kamen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Bereits vor Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts suchten laut Destatis 38.000 Ukrainer Schutz in Deutschland.

Seitdem wurden zusätzlich 850.000 ukrainische Flüchtlinge in Deutschland registriert, sagte Innenministerin Nancy Faeser letzte Woche.

Die Bundesregierung hat zwei Milliarden Euro zur Unterstützung der Unterbringung und Integration von Geflüchteten aus der Ukraine zugesagt. Seit Anfang Juni erhalten sie wie anerkannte Flüchtlinge auch Leistungen der Grundsicherung.

Nach Angaben des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) hat die Zahl der Geflüchteten weltweit im Mai erstmals die Marke von 100 Millionen erreicht. Diese Zahl hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt.

"Der Mangel an Lösungen wächst weiter, während mehr Menschen zur Flucht gezwungen sind, als in ihre Heimat zurückkehren, sich in einem Drittland niederlassen oder sich in dem Land, in dem sie Schutz gesucht haben, vollständig integrieren können", erklärte der Hohe Flüchtlingskommissar Filippo Grandi am Sonntag.

"Mit anderen Worten, die Vertreibung überholt die Lösungen für diejenigen, die auf der Flucht sind", fügte Grandi in seiner Botschaft zum Weltflüchtlingstag 2022 hinzu. 

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)