Friedrich Merz, Kanzlerkandidat der Christlich Demokratischen Union (CDU) und der Christlich-Sozialen Union (CSU), nimmt an einer Pressekonferenz in Berlin teil, 24. Februar 2025. (Xinhua/Du Zheyu)
BERLIN, 26. Februar 2025 (Xinhuanet) -- Friedrich Merz, Vorsitzender der Christlich Demokratischen Union (CDU), wird nach den vorläufigen Ergebnissen der Bundestagswahl voraussichtlich zum nächsten Bundeskanzler Deutschlands nominiert.
Der Bundeswahlleiter gab am Montag bekannt, dass die CDU/CSU (Christlich-Soziale Union) bei der Wahl eine führende Position eingenommen habe.
Merz wurde 1955 in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, geboren und studierte Jura. Von 1985 bis 1986 war er Richter am Landgericht in Saarbrücken, der Hauptstadt des Saarlands.
Er war von 1989 bis 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments und von 1994 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags, des Unterhauses des Parlaments. Von 2000 bis 2002 führte er die CDU/CSU-Fraktion an.
Nachdem er sich 2009 aus dem aktiven politischen Leben zurückgezogen hatte, kündigte Merz 2018 nach der Entscheidung der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel, nicht erneut zu kandidieren, seine Rückkehr an. Er wurde Vorsitzender der CDU und Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion.
Neben seiner politischen Tätigkeit arbeitete Merz für eine internationale Anwaltskanzlei, war Vorsitzender des Vereins „Atlantik-Brücke“, der sich für die deutsch-amerikanische Kooperation einsetzt, und hatte Positionen in der Wirtschaft inne.
Seine engen Beziehungen zur Geschäftswelt haben ihm innerhalb der CDU den Ruf einer „wirtschaftsfreundlichen“ Persönlichkeit eingebracht. Er hat versprochen, die deutsche Wirtschaft wiederzubeleben und strebt ein durchschnittliches jährliches Wachstum von über 2 Prozent an.
Merz setzt sich für eine härtere Haltung in der Einwanderungspolitik ein. In der Außenpolitik plädiert er dafür, die Abhängigkeit Europas von den Vereinigten Staaten zu verringern und das internationale Ansehen Deutschlands wiederherzustellen.
(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)