
BEIJING, 19. November (Xinhua) -- Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, erklärte am Dienstag, dass der Militarismus in Japan niemals wiederbelebt werden dürfe, die internationale Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg niemals in Frage gestellt werden dürfe und der Weltfrieden und die Stabilität niemals wieder zerstört werden dürften.
Maos Äußerungen folgten auf Berichte, wonach mehrere japanische Beamte erklärt hätten, Japan plane eine Überarbeitung des Rangsystems seiner Selbstverteidigungsstreitkräfte, einschließlich der Wiedereinführung alter japanischer Militärränge wie „Taisa” (Oberst). Laut Medienkommentaren wird damit die langjährige Praxis der Selbstverteidigungsstreitkräfte gebrochen, ihren militärischen Charakter herunterzuspielen, wodurch die Situation für Nationen, die unter der japanischen Kolonialherrschaft und Aggression gelitten haben, noch verschlimmert wird.
Mao erklärte auf einer regulären Pressekonferenz, dass aufgrund von Japans Geschichte der Kolonialherrschaft und Aggression die militärischen und sicherheitspolitischen Schritte Japans von seinen asiatischen Nachbarn und der internationalen Gemeinschaft genau beobachtet würden. Die Potsdamer Erklärung lege ausdrücklich fest, dass Japan nicht „zur Kriegsführung wiederaufgerüstet” werden dürfe, sagte Mao und fügte hinzu, dass die japanische Verfassung, die den Pazifismus festschreibe, auch die ausschließlich defensiv ausgerichtete Politik Japans festlege.
„Es ist jedoch alarmierend, dass Japan in den letzten Jahren seine Sicherheits- und Verteidigungspolitik drastisch neu ausgerichtet, den Verteidigungshaushalt Jahr für Jahr erhöht, die Beschränkungen für Waffenexporte gelockert, die Entwicklung von Angriffswaffen angestrebt und die Aufgabe seiner drei nicht-nuklearen Prinzipien geplant hat”, stellte Mao fest.
Die rechtsextremen Kräfte Japans würden alles versuchen, um sich von der pazifistischen Verfassung zu befreien, und gingen weiter den Weg der militärischen Aufrüstung Japans, fügte Mao hinzu.
Der vom japanischen Militarismus geführte Angriffskrieg habe Asien und der Welt großes Leid zugefügt, sagte die Sprecherin. Kriegsvergessenheit führe zu Katastrophen, Kriegstreiberei zum Untergang. Die Lehren aus der Geschichte dürften nicht vergessen, verzerrt oder gar ausgelöscht werden, betonte Mao.
(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)
