
Die Drohnenaufnahme zeigt einen Arbeiter an einer Produktionslinie eines Unternehmens im Kreis Hengdong in der Stadt Hengyang in der Provinz Hunan in Zentralchina, 29. Januar 2026. (Foto von Cao Zhengping/Xinhua)
Deutsche Unternehmen erkennen zunehmend Chinas Rolle als globaler Innovationsführer
BERLIN, 9. März (Xinhua) -- China befinde sich am Beginn einer neuen Entwicklungsphase, die durch Qualitätsverbesserung, technologische Modernisierung und strukturelle Optimierung gekennzeichnet sei, sagte Clemens Schütte, Vorsitzender des Vorstands der Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsvereinigung (DCW). Dieser Wandel könne sowohl die chinesische Wirtschaft als auch die globale Industrielandschaft neu gestalten.
In einem kürzlich mit Xinhua geführten Interview wies Schütte darauf hin, dass China seit Jahrzehnten ein robustes Wirtschaftswachstum aufweise.
Wachstum, so Schütte, werde nun eher an strukturellen Verbesserungen und langfristiger Qualität gemessen. „Der Schwerpunkt verlagert sich von reinem BIP-Wachstum hin zu Effizienz, Produktivität, Technologie und Nachhaltigkeit“, sagte Schütte.
Schütte hob die strategische Bedeutung neuer Technologien hervor. „China legt größeren Wert auf Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie und Biotechnologieforschung. Dies ist nicht nur eine technische Entscheidung, sondern eine langfristige strategische Verpflichtung,“ sagte er.
Mit der weiteren Modernisierung des chinesischen Marktes entstünden neue Nachfrage- und Kooperationsmöglichkeiten, die weltweit Innovationen und eine Zusammenarbeit auf höherer Ebene fördern würden, fügte Schütte hinzu.
Angesichts des zunehmenden Protektionismus in einigen Teilen der Welt hob Schütte Chinas Engagement für glaubwürdige und gegenseitige Offenheit hervor und sagte, eine wirksame Umsetzung könne zur Stärkung der Weltwirtschaft und zur Förderung einer Win-win-Kooperation beitragen.
Mit Blick auf die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Deutschland merkte Schütte an, dass China im Jahr 2025 wieder zu Deutschlands größtem Handelspartner geworden sei, was die tiefe strukturelle Verflechtung unterstreiche.
„Deutsche Unternehmen produzieren in China, um die lokale Nachfrage zu bedienen, während chinesische Zwischenprodukte die deutsche Fertigung unterstützen. Mehr als 5.000 deutsche Unternehmen sind in China tätig, und etwa 3.000 chinesische Unternehmen sind in Deutschland ansässig“, betonte Schütte.
„China hat sich von einer kostengünstigen Produktionsstätte zu einem wichtigen Markt und Innovationszentrum entwickelt“, fügte Schütte hinzu und nannte BMW, Volkswagen, Siemens und BASF als Beispiele für Unternehmen, die ihre lokalen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in China aktuell ausbauen.
Deutsche Unternehmen erkennen zunehmend Chinas Rolle als globaler Innovationsführer.
„Viele Unternehmen bauen momentan die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern aus, nicht nur um in China wettbewerbsfähig zu bleiben, sondern auch um weltweit davon zu profitieren“, sagte Schütte. Einige Unternehmen würden ihre Produktzyklen in China derzeit beschleunigen und gemeinsam Drittmärkte erschließen.
Mit Blick auf die globale Governance sagte Schütte, dass China weiterhin multilaterale Institutionen wie die Welthandelsorganisation und die Vereinten Nationen unterstütze.
Zudem wies Schütte auf Chinas Bedeutung für den globalen ökologischen Wandel hin. „Ohne Chinas Beteiligung können die globalen Klimaziele nicht erreicht werden“, sagte Schütte und verwies auf die Führungsrolle des Landes im Bereich der erneuerbaren Energien und Elektrofahrzeuge.
„China spielt eine aktive und prägende Rolle in der Weltwirtschaft“, sagte Schütte. In Zeiten der Unsicherheit seien Stabilität, rationale Zusammenarbeit und berechenbare Partnerschaften zunehmend wertvoll für die Aufrechterhaltung der globalen Wirtschaftsstabilität.





