
Das Foto zeigt die Produktionsstätte von ZF LIFETEC in Xi’an, 17. März 2026. (Xinhua/Fu Ruixia)
XI'AN, 27. März (Xinhua) -- Das Projekt zur Erweiterung der Produktionskapazitäten für Gasgeneratoren von ZF LIFETEC, der Marke für passive Sicherheit von ZF, einem weltweit führenden Automobilzulieferer, hat den Betrieb in Xi'an in der nordwestchinesischen Provinz Shaanxi aufgenommen. Damit hat ZF nach jahrelanger intensiver Marktbearbeitung einen weiteren bedeutenden Ausbau in der Stadt erreicht.
„Wir haben hier vor 16 Jahren ein Werk errichtet, das sehr erfolgreich ist. Im Jahr 2024 haben wir beschlossen, in neue Technologien zu investieren, um für die Zukunft gerüstet zu sein“, sagte Manfred Süß, Vizepräsident der Produktlinie Gasgeneratoren bei ZF LIFETEC.
Das neu gestartete Erweiterungsprojekt begann im Dezember 2024 und wurde im März offiziell abgeschlossen. Mit einer Gesamtinvestition von 150 Millionen Euro (etwa 173,3 Millionen US-Dollar) vereint das Projekt sowohl Produktions- als auch Forschungs- und Entwicklungsfunktionen.
Auf der Produktionsseite wurden moderne deutsche Montagelinien für Gasgeneratoren eingeführt, die nach vollständiger Inbetriebnahme eine jährliche Kapazität von 4,1 Millionen Hybrid-Gasgeneratoren und 1,8 Millionen Motorhauben-Aktuatoren schaffen werden. Im Bereich Forschung und Entwicklung nutzt das Projekt die globalen Technologieressourcen von ZF LIFETEC, um ein Testlabor für passive Sicherheit einzurichten und sich auf die Entwicklung und Testproduktion von Hybrid-Gasgeneratoren der nächsten Generation zu konzentrieren.
Nick Song, Präsident von ZF LIFETEC China, der Republik Korea und Thailand, merkte an, dass das Projekt nicht nur eine Kapazitätserweiterung, sondern auch eine technologische Aufrüstung und eine Stärkung der globalen Präsenz darstelle. Produkte würden nicht nur die Inlandsnachfrage decken, sondern auch in globale Märkte exportiert werden.
Das anhaltende Engagement von ZF ist kein Einzelfall. In den letzten Jahren haben immer mehr deutsche Unternehmen China ins Visier genommen und damit eine neue Investitionswelle ausgelöst.
Der deutsche Chemiekonzern BASF nahm am Donnerstag seinen riesigen Produktionskomplex in der südchinesischen Provinz Guangdong vollständig in Betrieb. Damit handelt es sich um das größte Einzelinvestitionsprojekt in China, das sich vollständig im Besitz eines deutschen Unternehmens befindet.
Mit einer Investition von 8,7 Milliarden Euro erstreckt sich der integrierte Standort laut dem Unternehmen über eine Fläche von etwa vier Quadratkilometern in der Stadt Zhanjiang in Guangdong. Branchenanalysten zufolge unterstreicht dieser Schritt das langfristige Engagement von BASF für eine Expansion in China, während das Land weiterhin eine Öffnung auf hohem Niveau vorantreibt.
Der als Verbundstandort bekannte Komplex hat 32 Produktionslinien erfolgreich in Betrieb genommen und stellt mehr als 70 Produkte her, darunter Basischemikalien, Zwischenprodukte und Spezialchemikalien für die Bereiche Transport, Konsumgüter, Elektronik sowie Haushaltsreinigung und Körperpflege.
Andere deutsche Großkonzerne verstärken ihre innovationsorientierten Investitionen. BMW China vertiefte sein lokales KI-Ökosystem durch die Integration von DeepSeek, während Porsche sein erstes strategisches Forschungs- und Entwicklungszentrum im Ausland in Shanghai eröffnete. In Frankfurt hat das Sino-German Standardization Cooperation Innovation Center seinen Betrieb aufgenommen und fördert standardisierte Ergebnisse in der intelligenten Fertigung.
Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen, dass sich die deutschen Direktinvestitionen in China im Jahr 2025 auf rund sieben Milliarden Euro beliefen und ein Vierjahreshoch erreichten. Damit lagen sie deutlich über den rund 4,5 Milliarden Euro in den Jahren 2023 und 2024.
Aus einer von der Deutschen Handelskammer in China veröffentlichten Umfrage zur Geschäftsklimastimmung 2025/26 geht hervor, dass der Anteil der befragten Unternehmen, die davon ausgehen, dass chinesische Firmen eine Führungsrolle bei der industriellen Innovation übernehmen werden, mit 60 Prozent einen Rekordwert erreicht hat. Zudem planen 56 Prozent der befragten Unternehmen, die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern weiter zu vertiefen.
