von Nurul Fitri Ramadhani und Zhang Yisheng
JAKARTA, 13. April 2026 (Xinhuanet) -- Indonesien vertiefe seine Zusammenarbeit mit China, um den Zugang zu Impfstoffen gegen humane Papillomaviren (HPV) auszuweiten und die inländische Impfstoffentwicklung zu beschleunigen, sagte Taruna Ikrar, Leiter der indonesischen Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelüberwachung (BPOM).
In einem kürzlich mit Xinhua geführten Interview betonte Ikrar, dass die HPV-Impfung angesichts der hohen Krebsbelastung des Landes und seiner riesigen Bevölkerung zu den nationalen Prioritäten gehöre.
„Indonesien hat fast 300 Millionen Einwohner und mehr als 17.000 Inseln, was besondere Herausforderungen bei der Bereitstellung von Gesundheitsdiensten und Impfstoffen mit sich bringt“, sagte Ikrar. Zudem wies er darauf hin, dass die Immunisierung nach wie vor die wichtigste Schutzmaßnahme darstelle und die HPV-Impfung einen Eckpfeiler für diese Strategie zum Schutz von Frauen bilde.
Gebärmutterhalskrebs bleibt in Indonesien ein drängendes Problem. Um dem entgegenzuwirken, setzt sich die BPOM für die Bereitstellung des neunvalenten HPV-Impfstoffs ein, der eine Wirksamkeit von über 90 Prozent bei der Vorbeugung von Infektionen aufweist.
Um seine Verfügbarkeit beschleunigt zu erhöhen, habe Indonesien die Zusammenarbeit mit China und anderen internationalen Partnern durch Technologieaustausch und Know-how-Sharing vertieft, sagte Ikrar und hob hervor, dass die Partnerschaft mit chinesischen Biotechnologieunternehmen dabei eine entscheidende Rolle gespielt habe.
Die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern ermögliche es Indonesien, nicht bei null beginnen zu müssen, erklärte Ikrar. Diese Partnerschaft verschaffe dem Land nicht nur Zugang zu Spitzentechnologie, sondern stärke auch Indonesiens Kapazitäten in der Impfstoffherstellung.
Die Zusammenarbeit erstreckt sich nach den Worten des BPOM-Chefs auf ein mehrstufiges Ökosystem, das Kooperationen zwischen Regierungen, Partnerschaften zwischen Unternehmen sowie Allianzen im Bereich der akademischen Forschung umfasst.
„Ich sage immer, Zusammenarbeit ist besser als Wettbewerb“, sagte Ikrar. „Wenn wir zusammenarbeiten, werden alle gewinnen.“
Mit dem Hinweis darauf, dass Indonesien und China seit der Antike enge und langjährige Beziehungen pflegen, äußerte sich Ikrar optimistisch über die Zukunft der Zusammenarbeit beider Länder im Gesundheitsbereich. Das Wichtigste sei, dass „wir uns gemeinsam stärken können“.
„Ich glaube, Indonesien und China sind auf der Ebene der Regierungen, der Institutionen, der Hochschulen und auch der Menschen wie eine Familie“, sagte er.
(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)
