China reagiert auf Japans Abschuss offensiver Raketen im Ausland - Xinhua | German.news.cn

China reagiert auf Japans Abschuss offensiver Raketen im Ausland

2026-05-08 21:48:37| German.news.cn
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BEIJING, 6. Mai (Xinhuanet) -- Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte am Mittwoch, dass rechtsgerichtete Kräfte in Japan auf eine Beschleunigung der Remilitarisierung drängten. Zugleich warnte er, dass der Neomilitarismus in Japan im Aufstieg begriffen sei und eine Gefahr für Frieden und Stabilität in der Region darstelle.

Der Sprecher Lin Jian äußerte sich entsprechend auf einer regulären Pressekonferenz, als er um eine Stellungnahme zu Berichten gebeten wurde, wonach Japan kürzlich im Rahmen des gemeinsamen Militärmanövers „Balikatan“ der Vereinigten Staaten und der Philippinen Typ-88-Raketen abgefeuert habe. Es sei das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass Japan offensive Raketen im Ausland abgeschossen habe.

Lin wies darauf hin, dass Japan einst auf den Philippinen und in anderen Ländern Südostasiens eingefallen sei und dort Kolonialherrschaft ausgeübt habe und daher schwere historische Verantwortung trage. Während die Welt des 80. Jahrestages des Beginns der Tokioter Prozesse gedenke, habe Japan als Aggressor seine historischen Verbrechen nicht nur nicht tiefgreifend aufgearbeitet, sondern unter dem Vorwand sicherheitspolitischer Zusammenarbeit sogar Streitkräfte ins Ausland entsandt und offensive Raketen abgefeuert.

Lin sagte, dies sei ein weiterer Beleg dafür, dass rechtsgerichtete Kräfte in Japan auf eine beschleunigte Remilitarisierung des Landes drängten. Sie hätten wiederholt gegen Japans ausschließlich verteidigungsorientierte Politik sowie gegen einschlägige Regeln des internationalen und innerstaatlichen Rechts verstoßen. Einige ihrer politischen Maßnahmen und Handlungen gingen weit über den Rahmen der Selbstverteidigung hinaus.

Der Sprecher erklärte, der gravierende Mangel an Bildung über die wahre Geschichte, grundsätzlich falsche Geschichtsauffassungen sowie Strategien der militärischen Wiederaufrüstung und Kriegsvorbereitung hätten zur bösartigen Wiederkehr des Neomilitarismus in Japan geführt und Frieden und Stabilität in der Region bedroht.

„Wir fordern die japanische Seite auf, ihre Geschichte militaristischer Aggression tiefgreifend zu reflektieren, ihre Zusagen einzuhalten und im militärischen und sicherheitspolitischen Bereich besonnen zu handeln“, fügte Lin hinzu.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)