Chinesische und europäische Unternehmen sondieren Kooperation bei grüner Entwicklung und intelligente Fertigung - Xinhua | German.news.cn

Chinesische und europäische Unternehmen sondieren Kooperation bei grüner Entwicklung und intelligente Fertigung

2026-05-30 16:38:56| German.news.cn
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BEIJING, 29. Mai (Xinhua) -- Führende Wirtschaftsvertreter aus China, Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie Abgeordnete trafen sich diese Woche in Beijing, um Kooperationsmöglichkeiten in verschiedenen Sektoren zu erörtern. Dabei lag der Schwerpunkt besonders auf grüner Entwicklung und intelligenter Fertigung.

Auf dem China-Germany (China-Europe) Hidden Champions Forum 2026, das Montag und Dienstag in Beijing stattfand, kamen mehr als 400 Vertreter der chinesischen und europäischen Wirtschaft und Regierungsbehörden zusammen, um unter dem Motto „Gemeinsame Innovation, integrierte Entwicklung“ Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu sondieren.

Wu Yanyan, Vice President of Corporate Communications and Government Affairs der BMW Group, hob die Fortschritte bei der Zusammenarbeit im Bereich der grünen Entwicklung zwischen dem Unternehmen und seinen chinesischen Zulieferern hervor und erklärte, dass sich mit Stand Ende 2025 mehr als 300 Systemlieferanten von BMW in China dazu verpflichtet hätten, Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu nutzen.

In Zusammenarbeit mit einem chinesischen Recyclingunternehmen hat die BMW Group laut Wu ein geschlossenes Recyclingsystem für Rohstoffe aus ausgedienten Antriebsbatterien, darunter Nickel, Kobalt und Lithium, etabliert und stärkt damit kontinuierlich die grüne Wettbewerbsfähigkeit ihrer Industriekette sowie die Widerstandsfähigkeit ihrer Energiesicherheit.

Die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit bei der grünen Entwicklung erstreckt sich mittlerweile auf eine Vielzahl von Sektoren. So wurde beispielsweise in Taicang in der ostchinesischen Provinz Jiangsu im Februar mit dem Bau des landesweit ersten chinesisch-deutschen doppelt zertifizierten klimaneutralen Industrieparks begonnen.

Im März nahm der deutsche Chemiekonzern BASF seinen riesigen Produktionskomplex in der Provinz Guangdong vollständig in Betrieb. Der als Verbundstandort bekannte Komplex trägt dazu bei, den Wandel der chemischen Industrie hin zu einer grüneren und CO2-ärmeren Entwicklung voranzutreiben.

Yao Xin, Vice Dean des Research Institute for Environmental Innovation (Suzhou) der Tsinghua Universität, erklärte auf dem Forum, dass China und Deutschland als zwei bedeutende Volkswirtschaften und Produktionsmächte der Welt nicht nur gemeinsam an den Herausforderungen der grünen Transformation arbeiten, sondern während des Übergangsprozesses auch neue Perspektiven für Unternehmen in beiden Ländern eröffnen würden, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.

Am Rande des Forums sagte Markus Stäblein, Senior Vice President bei NXP Semiconductors N.V., gegenüber Xinhua, das Unternehmen und seine Partner im Ökosystem würden gemeinsam extrem stromsparende Kommunikationstechnologien und Chips für das Internet der Dinge (IoT) entwickeln und gleichzeitig die Einführung dieser Technologie in China vorantreiben.

„Der chinesische Markt war für uns schon immer äußerst wichtig“, sagte Stäblein und hob die enormen Fortschritte hervor, die China in den letzten Jahren in den Bereichen Automobil und humanoide Roboter gemacht habe. Er sei überzeugt, dass die Technologien von NXP gut positioniert seien, um die aufkommenden Trends und Innovationen in China zum Leben zu erwecken.

Das NXP-Projekt für IoT-Kommunikationstechnologien und Chips mit extrem niedrigem Stromverbrauch gehörte zusammen mit dem Projekt des SCIOFLEX Hydrogen-Testlabors für Wasserstoffenergiewerkstoffe im Raum Asien-Pazifik zu den Projekten mit europäischer Beteiligung, die während des Forums in der chinesisch-deutschen Demonstrationszone für wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit in Beijing unterzeichnet wurden.

Deutschland ist nach wie vor Chinas größter Handelspartner und in Europa die größte Quelle für ausländische Investitionen, und die beiden Länder haben eine umfassende industrielle Integration erreicht.

Chinas Attraktivität für deutsche Unternehmen nimmt weiter zu. Aus Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) geht hervor, dass sich die neuen deutschen Direktinvestitionen in China im Jahr 2025 auf rund sieben Milliarden Euro beliefen und damit deutlich über den im Vorjahr verzeichneten rund 4,5 Milliarden Euro lagen.

Darüber hinaus forderte der chinesische Vize-Ministerpräsident He Lifeng diese Woche bei einem Treffen mit der deutschen Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche und deutschen Wirtschaftsvertretern in Beijing, dass China und Deutschland die Grundlagen der traditionellen Zusammenarbeit weiter festigen und das Potenzial für eine Zusammenarbeit in neuen Bereichen ausschöpfen sollten.

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