BEIJING, 30. Juni 2026 (Xinhua) -- Chinesische Wissenschaftler haben erstmals Radiopulse von einem jungen Neutronenstern nachgewiesen, der als "Central Compact Object" (CCO) bekannt ist und lange Zeit "radio-leise" geblieben war, wie aus ihrem in der Fachzeitschrift Nature Astronomy veröffentlichten Forschungsartikel hervorgeht.
Dieser Durchbruch, der erste erfolgreiche Nachweis dieser Art in jahrzehntelangen weltweiten Suchläufen, liefert entscheidende Belege für das Verständnis der Entstehung und Entwicklung junger Neutronensterne.
Unter den bekannten Neutronensternen gibt es seit jeher eine besondere Unterklasse: Sie befinden sich in den Zentren von Supernovaüberresten, leuchten hell im Röntgenbereich und weisen mehrere Merkmale junger Neutronensterne auf, doch sie haben sich lange Zeit dem Nachweis im Radiowellenbereich entzogen. Diese Objekte werden daher als CCOs bezeichnet.
Sind diese Objekte von Natur aus radio-leise oder lediglich zu schwach, um nachgewiesen zu werden? Diese Studie liefert eine eindeutige Antwort.
Wissenschaftler der Nationalen Astronomischen Observatorien der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und der Abteilung für Astronomie der Tsinghua-Universität führten eine eingehende Suche nach mehreren CCO-Zielen mit dem MeerKAT-Radioteleskop durch, einem Vorläufer-Array des Square Kilometre Array (SKA) in Südafrika.
Erstmals entdeckten sie ein Radiopulssignal mit einer Periode von etwa 424 Millisekunden, das von dem prototypischen CCO im Zentrum des Supernovaüberrests ausging, und bestätigten damit seine Identität als Radiopulsar.
Die Ergebnisse belegen, dass selbst junge Neutronensterne mit relativ schwachen Magnetfeldern Radiopulsemissionen erzeugen können. Sie deuten auch darauf hin, dass viele schwache, junge Pulsare möglicherweise noch in der Milchstraße verborgen sind.
(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)





