
Eine Delegation aus Vertretern politischer Parteien und Medien aus 21 Ländern posiert für Gruppenfotos während ihres Besuchs im Ausstellungszentrum der umfassenden nationalen Pilotzone für Big Data (Guizhou) in Guiyang in der Provinz Guizhou im Südwesten Chinas, 3. Juli 2026. (Xinhua/Zhou Xuanni)
GUIYANG, 8. Juli (Xinhua) -- Auf Einladung der Internationalen Abteilung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas (IDCPC) besuchte eine Delegation aus Vertretern politischer Parteien und Medien aus 21 Ländern vom 3. bis 6. Juli für vier Tage Guiyang in der Provinz Guizhou im Südwesten Chinas.
Während der Reise besichtigten die Delegierten Guiyangs schnell wachsende Big-Data-Branche, erlebten Anwendungen Künstlicher Intelligenz live und machten eigene Erfahrungen mit selbstfahrenden Fahrzeugen. Die Reise ermöglichte ihnen einen hautnahen Einblick in Guizhous bemerkenswerte Fortschritte bei der Armutsbekämpfung und den tiefgreifenden Wandel zwischen Stadt und Land.
Ein Highlight der Reise war der futuristische, mit Hightech ausgestattete autonome Shuttlebus mit dem Spitznamen „Potato Bus“, der entlang der malerischen Sightseeing-Route „Wonder Loop“ in Guiyang verkehrt. Er zog sofort die Aufmerksamkeit des Delegationsleiters Francesco Maringio auf sich, der Mitglied des Zentralkomitees und Leiter des Asienreferats in der Internationalen Abteilung der Kommunistischen Partei Italiens (PCI) ist.
An Bord des Fahrzeugs untersuchte Maringio eingehend die Startvorgänge, das Notbremssystem und den Mechanismus des automatischen Betriebs. Während der gesamten Fahrt zeigte er sich beeindruckt und machte zahlreiche Fotos und Videos von der autonomen Fahrt.
„Dies ist nicht mein erster Besuch in China. Seit 2008 reise ich zwischen Italien und China hin und her. Meine Aufenthalte hier sind oft von längerer Dauer, nicht nur einwöchige Kurztrips. Ich habe sogar schon bis zu einem Monat am Stück in Beijing gewohnt. Mir ist sehr wohl bewusst, dass China eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen hat und die Großstädte des Landes diejenigen vieler anderer Länder überflügeln“, sagte Maringio.
Für Maringio war es die erste Reise nach Guizhou. Er zeigte sich beeindruckt von dem Entwicklungsmodell der Provinz, das im Ausstellungszentrum der umfassenden nationalen Pilotzone für Big Data (Guizhou) präsentiert wurde. Besonders beeindruckt war er davon, wie Big Data dazu beiträgt, das Leben der Menschen vor Ort zu verbessern.
„Es war auch meine erste Fahrt in einem autonomen Fahrzeug, und diese Spitzentechnologie erschien mir wirklich außergewöhnlich.“ Nach Maringios Ansicht besteht das oberste Ziel der industriellen Entwicklung im Bereich der neuen Technologien in China darin, den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen.
„Technologische Entwicklung treibt das Wirtschaftswachstum an, erhöht die Einkommen und verbessert erheblich die Lebensbedingungen der Menschen in großem Umfang. Sie befreit die Menschen von mühsamen Routineaufgaben, gibt ihnen mehr Zeit, das Leben zu genießen, und schützt gleichzeitig die städtische Umwelt sowie die öffentliche Gesundheit“, erklärte Francesco.
In Bezug auf Guizhous dramatischen Sprung von einer einst zutiefst verarmten Region zu einem nationalen Zentrum der Digitalindustrie stellte Maringio fest, dass Guizhous Entwicklungsansatz pragmatisch sei, stets in den Lebensumständen der Menschen verwurzelt und an seinen ursprünglichen Zielen verankert.
Italien und Guizhou haben zahlreiche Kooperationsprojekte ins Leben gerufen. Der autonome Shuttlebus, mit dem Maringio fuhr, wurde im italienischen Turin in den groß angelegten kommerziellen Betrieb genommen. Im Hinblick auf die bestehende bilaterale Zusammenarbeit und die Zukunftsaussichten zeigte sich Maringio weiterhin sehr optimistisch.
„Europäische Länder, darunter Italien, verfügen über ein enormes Potenzial für die Zusammenarbeit mit Guizhou. Angesichts komplexer globaler Herausforderungen ist eine verstärkte multilaterale Zusammenarbeit der einzige Weg, um Schwierigkeiten in einem volatilen internationalen Umfeld zu meistern“, fügte Maringio hinzu.
Das Erlebnis des autonomen Fahrens fand auch bei Vincent Cziesla, dem Leiter der Redaktion von „Unsere Zeit“, der offiziellen Zeitung der Deutschen Kommunistischen Partei, großen Anklang. Nach der Fahrt teilte er seine Begeisterung mit.
„Das war eine völlig neue Erfahrung für mich. Zunächst war ich neugierig auf die technische Konzeption. Das Fahrzeug verfügt über zahlreiche Hightech-Anwendungen und eine einzigartige Innenraumgestaltung, sodass die Fahrgäste sowohl in Blickrichtung nach vorne als auch nach hinten sitzen können. Es fährt vollständig fahrerlos und bietet eine aufregende und zugleich absolut sichere Fahrt. Durch die Panoramafenster können die Fahrgäste den Blick auf die gesamte Umgebung genießen“, sagte Cziesla.
„Es ist unglaublich. Vor Jahrzehnten war Guizhou durch Berge und eine unterentwickelte Infrastruktur isoliert, wodurch es schwer zu erreichen war. Heute verfügt die Region über weltweit führende, zukunftsorientierte intelligente Mobilität. Das Entwicklungstempo ist wirklich erstaunlich“, so Cziesla.
„Die globale Geopolitik bleibt äußerst komplex. Deutschland muss seine Entwicklungsausrichtung anpassen und eine friedliche Koexistenz sowie eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit anstreben. Wir hoffen auf solche positiven Veränderungen, für die sich Deutschland aktiv einsetzen muss, nachdem China bewiesen hat, dass sein Entwicklungsweg solide und tragfähig ist“, fügte Cziesla hinzu.
