
BEIJING, 11. August (Xinhua) -- Chinas Ministerium für Öffentliche Sicherheit (MPS) hat am Dienstag zehn typische Fälle veröffentlicht, bei denen es um die Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten von Bürgern ging. Damit unterstrich es die laufenden landesweiten Bemühungen zur Bekämpfung datenbezogener Straftaten und zum Schutz der individuellen Rechte im digitalen Zeitalter.
Den Angaben des Büros für Cybersicherheit des Ministeriums zufolge deckten die Fälle organisierte kriminelle Netzwerke auf, die Anreize, Cyberangriffe und Insiderabsprachen nutzten, um personenbezogene Daten zu sammeln und gewinnbringend damit zu handeln.
In einem Fall lockte eine Bande Menschen mit Geldprämien dazu, E-Commerce-Konten und Geschäftslizenzen unter ihrem echten Namen zu registrieren, und verkaufte die Zugangsdaten anschließend weiter, um Geldwäsche zu erleichtern.
In einem anderen Fall kauften Verdächtige große Mengen an Konten mit realer Namensverifizierung auf Online-Plattformen wie WeChat und Douyin und verkauften diese dann an ausländische kriminelle Vereinigungen weiter, die sie für Telekommunikations- und Online-Betrugsdelikte nutzten.
Alle Verdächtigen in den zehn Fällen seien gemäß den gesetzlichen Bestimmungen behandelt worden, teilte das Ministerium mit.
Die jüngsten Razzien spiegeln Chinas anhaltende Bemühungen im Kampf gegen Datenkriminalität wider. Von 2020 bis 2024 haben chinesische Polizeibehörden im Rahmen gezielter Kampagnen mehr als 40.000 Fälle aufgeklärt, in denen die persönlichen Daten von Bürgern missbraucht wurden.
Im Jahr 2025 kombinierte das Ministerium strenge Strafverfolgung mit verschärften Vorschriften, um ein umfassenderes System zur Regulierung des Cyberspace aufzubauen, das auf den Schutz der Netzwerk-, Daten- und Informationssicherheit abzielt.
Das Ministerium forderte die Öffentlichkeit zudem auf, den Schutz personenbezogener Daten zu verstärken, vermutete Datenlecks unverzüglich zu melden und ihre Rechte mit rechtlichen Mitteln zu wahren.
