BEIJING, 19. Oktober 2026 (Xinhuanet) -- China lehne die negativen Schritte Japans in Bezug auf den Yasukuni-Schrein entschieden ab und verurteile sie scharf. Zudem habe China bei der japanischen Seite scharfe Vorwürfe sowie ernsthafte Einwände erhoben, sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums am Montag.
Die Sprecherin Mao Ning äußerte sich dazu auf einer regulären Pressekonferenz in Beijing, nachdem die japanische Premierministerin Sanae Takaichi am 17. und 19. Oktober ein rituelles Opfer und eine Geldspende an den Yasukuni-Schrein gesandt hatte, während mehrere japanische Regierungsbeamte, hochrangige Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP) und Parlamentarier die Stätte kürzlich besuchten.
Mao betonte, der Yasukuni-Schrein sei ein geistiges Werkzeug und Symbol der japanischen Militaristen, die an dem Angriffskrieg schuld seien; die Stätte ehre 14 verurteilte Klasse-A-Kriegsverbrecher, die schwere Verantwortung für die während dieses Angriffskriegs begangenen Kriegsverbrechen tragen.
„Die japanischen Führungskräfte und Politiker sind sich dieser Tatsachen voll bewusst, zollen dem Yasukuni-Schrein dennoch in wohlklingender Weise ihre Ehrerbietung. Solche Handlungen entlarven ihre tief verwurzelten falschen Vorstellungen in historischen Fragen sowie ihren finsteren Versuch, Kriegsverbrecher zu entlasten, das Urteil über die Aggression umzukehren und den Weg für eine Remilitarisierung zu ebnen“, sagte Mao.
Unter Hinweis darauf, dass sich in diesem Jahr die Eröffnung der Tokioter Kriegsverbrecherprozesse zum 80. Mal jährt, forderte die Sprecherin Japan erneut nachdrücklich auf, sich der Geschichte zu stellen, seine Verbrechen zu reflektieren, rückwärtsgewandte Handlungen in historischen Fragen einzustellen und das Vertrauen seiner asiatischen Nachbarn und der internationalen Gemeinschaft durch konkrete Taten zu gewinnen.
(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)
