EU sollte Industrien schützen ohne Handelskriege und mit offenen Märkten: Merz - Xinhua | German.news.cn

EU sollte Industrien schützen ohne Handelskriege und mit offenen Märkten: Merz

2026-10-23 09:39:22| German.news.cn
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Das Foto zeigt Bundeskanzler Friedrich Merz beim „Berlin Global Dialogue“ in Berlin, 21. Oktober 2026. (Xinhua/Li Hanlin)

BERLIN, 22. Oktober (Xinhua) -- Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte am Mittwoch, die Europäische Union (EU) müsse ihre Industrien vor unfairem Wettbewerb schützen und gleichzeitig ihre Märkte offen halten sowie einen Handelskrieg vermeiden.

In seiner Rede beim „Berlin Global Dialogue“ wies Merz auf das Handelsdefizit der EU gegenüber China hin, erkannte jedoch gleichzeitig Chinas Wettbewerbsfähigkeit an.

„China ist sehr wettbewerbsfähig, und wir müssen den Erfolg Chinas in Forschung und Entwicklung respektieren“, sagte Merz.

Er hob jedoch auch Maßnahmen hervor, die die EU in Erwägung ziehe, um gegen das vorzugehen, was sie als unfaire Handelspraktiken betrachte.

Merz sagte, Deutschland und Frankreich hätten ein neues EU-Handelsschutzinstrument vorgeschlagen, das es der Union ermöglichen würde, schneller auf Praktiken zu reagieren, die der europäischen Industrie und den Lieferketten schaden. Der Vorschlag habe bei der Sitzung des Europäischen Rates in der vergangenen Woche die einstimmige Unterstützung der EU-Staats- und Regierungschefs erhalten, fügte er hinzu.

„Wir öffnen den Werkzeugkasten, wir zeigen den Werkzeugkasten, aber wir wollen unseren Werkzeugkasten nicht nutzen“, sagte Merz und betonte, das Ziel sei es, unfaire Praktiken zu verhindern, anstatt einen Handelskonflikt auszulösen.

Merz erklärte außerdem, dass europäische und chinesische Vertreter Gespräche über verschiedene Handelsfragen aufgenommen hätten, bei denen erste Ergebnisse erzielt worden seien. Die EU wolle die wirtschaftlichen Beziehungen zu China aufrechterhalten und gleichzeitig fairere Handelsbedingungen gewährleisten, betonte er.

„Wir wollen einen fairen Handel mit China in unserem gemeinsamen und gegenseitigen Interesse“, so Merz.

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