Interview: Fischereizusammenarbeit zwischen China und Malta bringt Win-Win-Ergebnisse: maltesischer Minister - Xinhua | German.news.cn

Interview: Fischereizusammenarbeit zwischen China und Malta bringt Win-Win-Ergebnisse: maltesischer Minister

2026-10-23 15:39:50| German.news.cn
2026-10-23 15:39:50| German.news.cn

von Diao Ze

VALLETTA, 21. Oktober 2026 (Xinhuanet) -- Die Fischereizusammenarbeit zwischen China und Malta hat Win-Win-Ergebnisse erbracht, sagte der maltesische Minister für Landwirtschaft, Fischerei und Lebensmittelversorgung, Anton Refalo.

„Bevor wir 2023 das erste Abkommen schlossen, war der Blauflossen-Thunfisch lediglich ein Ausstellungsstück auf der China International Import Expo. Jetzt ist er eine chinesische Handelsware“, sagte Refalo am Dienstag in einem Interview mit Xinhua. Malta zählt zu den führenden Produzenten von gezüchtetem atlantischem Blauflossen-Thunfisch im Mittelmeerraum.

Refalo bezeichnete die Öffnung des chinesischen Marktes als „einen sehr wichtigen Meilenstein“ für Maltas Fischereisektor und sagte, sie habe maltesischen Exporteuren ermöglicht, ihre Märkte zu diversifizieren und eine breitere Kundschaft zu erreichen. Die Zusammenarbeit nannte er „eine Win-Win-Situation“ und sagte, Malta freue sich auf weitere Handels- und Wirtschaftsabkommen mit China.

Refalo hob zudem die Bedeutung einer solchen Zusammenarbeit für Europa hervor. „Malta kann als Mitglied der Europäischen Union anderen EU-Mitgliedern zeigen, wie strategisch und wichtig die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen sind“, sagte er.

„Ich habe China und seine Bevölkerung stets als Menschen guten Willens betrachtet“, sagte der Minister und fügte hinzu, jedes Land – „nicht nur in der Europäischen Union, sondern international“ – könne viel nehmen und auch viel geben.

Die Fischereizusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ist seit 2023 kontinuierlich ausgeweitet worden. Im November 2025 leitete Refalo eine Delegation nach China zur 8. China International Import Expo in Shanghai. Während der Reise wurde in Beijing ein Protokoll unterzeichnet, das es Maltas wild gefangenen Fischereiprodukten erstmals ermöglicht, in den chinesischen Markt zu gelangen.

Malta und die chinesische Generalzollverwaltung arbeiteten auf ein drittes Abkommen hin, das Exporte von Fischöl und Fischmehl aus Nebenprodukten des Blauflossen-Thunfischs abdecken solle, fügte der Minister hinzu.

Die Wissenschaft ist ein weiterer Kooperationsbereich. Die beiden Länder arbeiten gemeinsam an der Zuchtforschung zum Blauflossen-Thunfisch und im Juli dieses Jahres passierte eine Charge befruchteter Eier von Blauflossen-Thunfischen aus Malta zu Forschungszwecken die Quarantäne in der chinesischen Provinz Fujian.

Refalo äußerte die Hoffnung auf eine umfangreiche Zusammenarbeit in der Fischereiwissenschaft und -technologie und sagte, China habe viel Innovation zu bieten, und Malta könne viel aus chinesischer Technik und Wissensaustausch lernen.

Darüber hinaus sagte Refalo, China und Malta, die 1972 diplomatische Beziehungen aufgenommen hätten, behandelten einander „als Freunde, als Partner“. Malta sei bestrebt, die Freundschaft zu fördern und die bilaterale Zusammenarbeit in Bereichen wie der blauen Wirtschaft und dem Tourismus voranzutreiben, um nachhaltiges Wachstum zu erreichen, fügte er hinzu.

Refalo sagte außerdem, Malta freue sich als kleiner Inselstaat, der vor Herausforderungen wie seiner Insellage und dem Klimawandel stehe, auf eine weitere Vertiefung der Beziehungen zu China, die zum Wohlstand des maltesischen Volkes beitragen werde.

„Das chinesische Volk ist unser Freund. Es hat uns in Zeiten der Not stets unterstützt“, bemerkte er.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)