BEIJING, 31. Oktober (Xinhuanet) -- China werde für sein bemanntes Monderkundungsprogramm eine Architektur mit „zwei Starts und einem Rendezvous in der Mondumlaufbahn“ nutzen, sagte ein leitender Ingenieur am Samstag. Die Entwicklungsarbeiten für die bemannte Mondlandung schreiten unterdessen stetig voran.
Wang Xiang, stellvertretender Chefkonstrukteur des bemannten Raumfahrtprogramms Chinas und Chefkonstrukteur des Monderkundungsprogramms, erläuterte den Plan auf dem 7. Symposium für bemannte Raumfahrt in Beijing.
Dem Schema zufolge würden zwei Raketen den Mondlander „Lanyue“ und das bemannte Raumschiff „Mengzhou“ jeweils separat in eine Transferbahn zwischen Erde und Mond bringen, und die beiden Raumfahrzeuge würden in der Mondumlaufbahn ein Rendezvous und Andocken durchführen. Die Astronauten würden dann vom Raumschiff „Mengzhou“ in den Mondlander „Lanyue“ umsteigen, um zur Mondoberfläche abzusteigen und anschließend wissenschaftliche Arbeiten durchzuführen.
Wang sagte, der Ansatz entspreche Chinas bestehenden technischen Fähigkeiten und Infrastruktur, und die getrennte Entwicklung von Raumschiff und Mondlander könne dazu beitragen, die Produktion zu standardisieren und langfristig eine Raumfahrzeugfamilie aufzubauen.
Der Plan berge zwar auch erhebliche Herausforderungen, doch das neue System zur Mobilisierung von Ressourcen im ganzen Land sei der grundlegende Vorteil, um diese zu bewältigen, sagte Wang.
Er sagte, das Programm habe Systempläne, technische Standards und Qualitätsanforderungen unter einem einheitlichen Entwicklungsrahmen festgelegt und verfolge einen integrierten Konstruktionsansatz, bei dem die Verifizierung der Schnittstellen zwischen den Teilsystemen im Mittelpunkt stehe.
Bislang verlief die Entwicklung der Trägerrakete vom Typ „Langer Marsch-10“, des bemannten Raumschiffs „Mengzhou“ und des Mondlanders „Lanyue“ reibungslos.
Zu den bereits abgeschlossenen wichtigen Tests gehören die Nullhöhen-Abbruchtests und die Fluchttests bei maximalem dynamischem Druck des Raumschiffs „Mengzhou“, der Lande- und Starttest des Mondlanders „Lanyue“ sowie der Demonstrations- und Validierungstest in geringer Höhe für die Rakete vom Typ „Langer Marsch-10“.
Wang sagte, die künftige Monderkundung sollte dem Prinzip folgen, zuerst Wissen und Fähigkeiten aufzubauen, bevor man zur Ressourcennutzung übergehe, wobei eine längere Erkundungsphase erforderlich sei, um den Mond stetig und schrittweise zu verstehen.
Er fügte hinzu, dass die bemannte Mondlandung und die unbemannte Monderkundung zahlreiche Gemeinsamkeiten bei Schlüsseltechnologien, der Infrastruktur und dem Personal aufwiesen und dass die im Rahmen des Monderkundungsprogramms „Chang'e“ erzielten Fortschritte auch die bemannte Mondlandung unterstützen würden.
(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)





