20 Jahre WTO-Beitritt Chinas - China globalisiert Wachstum zum Wohle aller

German.news.cn| 14-12-2021 09:18:18| 新华网
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Das Archivfoto zeigt Shi Guangsheng (links vorne), den damaligen chinesischen Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Zusammenarbeit, bei der Unterzeichnung des Protokolls über den Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) im Namen der chinesischen Regierung in Doha, Katar, 11. November 2001. (Xinhua/Wang Jianhua)

BEIJING, 13. Dezember (Xinhua) -- Als der französische Kosmetikriese L'Oreal vor 24 Jahren in China Fuß fasste und seinen Markteintritt vorbereitete, eröffnete er zunächst ein kleines Büro in Shanghai mit nur einigen Mitarbeitern.

Diese Außenstelle hat sich inzwischen zum Hauptsitz für Nordasien des größten Kosmetikkonzerns der Welt entwickelt, der in China rund 10.000 Mitarbeiter beschäftigt und mit einem Portfolio von 25 Marken vertreten ist.

Der Wandel von L'Oreal China ist nur eines der zahlreichen Beispiele dafür, was die Öffnung Chinas in den letzten Jahrzehnten mit sich gebracht hat, insbesondere seit seinem Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 2001.

Wie der chinesische Staatspräsident Xi Jinping letzten Monat in seiner Grundsatzrede bei der Eröffnungsfeier der 4. Internationalen Importmesse Chinas (CIIE) sagte, hat sich China in den letzten 20 Jahren "immer weiter zur Welt geöffnet, und damit eine neue Welle der inländischen Entwicklung ausgelöst und gleichzeitig der Weltwirtschaft neue Impulse verliehen."

Das Foto zeigt Besucher der 4. Internationalen Importmesse Chinas (CIIE) in Shanghai an der Ostküste Chinas, 5. November 2021. (Xinhua/Li Xiang)

Tatsächlich sind Wirtschaftswissenschaftler, Handelsexperten und Regierungsbeamte auf der ganzen Welt zu dem Schluss gekommen, dass China seit seinem WTO-Beitritt nicht nur die Verpflichtungen des Landes erfüllt, sondern auch eine wichtige Rolle bei der Belebung von Wachstum und Entwicklung auf der ganzen Welt gespielt hat.

Noch wichtiger ist, dass China als großer Wachstumsglobalisator angesichts der glänzenden Entwicklungsperspektiven des Landes und der festen Bekenntnisse zu Öffnung und Win-Win-Kooperation in einer guten Position ist, um einen größeren Beitrag zu dem zu leisten, was man auch "Growbalization" nennen kann.

TATEN FOLGEN WORTE

"Die WTO wäre nicht die Welthandelsorganisation ohne China", sagte die Generaldirektorin der WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, kürzlich auf einem hochrangigen Forum anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Beitritts Chinas zur WTO.

Am 10. November 2001 stimmte die vierte WTO-Ministerkonferenz dem Beitritt Chinas zum Handelsorgan der Welt zu. Einen Monat später wurde China offiziell das 143. Mitglied der WTO.

Der Beitritt Chinas zur WTO, so Okonjo-Iweala, sei nichts weniger als der Abschluss der größten Handelsbrücke zwischen China und dem Westen seit Marco Polos Expedition im 13. Jahrhundert.

Zu dieser bedeutenden Verbindung führte der ehemalige WTO-Chef Supachai Panitchpakdi, der auch ehemaliger Generalsekretär der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) ist, an, dass Chinas Beitrittsverpflichtungen die umfassendsten und weitreichendsten unter allen WTO-Mitgliedern seien.

China hat seitdem entschlossene und kolossale Anstrengungen unternommen, um die Versprechen zu erfüllen. China ist ein prominentes und aktives Mitglied der WTO und hat sich "mit Enthusiasmus und Engagement an allen Elementen unserer Arbeit beteiligt", sagte WTO-Sprecher Keith Rockwell unter Hinweis darauf, dass China nach dem Beitritt zur WTO im Jahr 2001 schnell lernte.

Zum Beispiel verpflichtete sich China beim Beitritt zur WTO, die Einfuhrzölle für Waren von 15,3 Prozent auf 9,8 Prozent zu senken. Heute liegt die Gesamtimportsteuer des Landes bei 7,4 Prozent und damit unter dem Durchschnittsniveau der sich entwickelnden Mitglieder und nahe dem Niveau der entwickelten Mitglieder.

Bezüglich des Dienstleistungshandels hat sich China verpflichtet, den Markt bis 2007 für 100 Teilsektoren in neun Geschäftskategorien zu öffnen. Tatsächlich wurden fast 120 Teilsektoren geöffnet, etwa 20 Prozent mehr als versprochen.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die chinesische Zentralregierung mehr als 2.300 Gesetze und Verordnungen geprüft und überarbeitet, und die Lokalregierungen des Landes haben mehr als 190.000 Gesetze und Verordnungen überarbeitet, die alle dazu beigetragen haben, den Markt und die soziale Vitalität zu entfesseln.

Mit konkreten Maßnahmen wie der Einführung des Gesetzes über ausländische Investitionen und der schrittweisen Verkürzung der Negativliste für Auslandsinvestitionen hat China alles getan, um dem Geist der WTO gerecht zu werden und eine hochwertige Öffnung zu fördern.

"Nach seinem Beitritt hat China die vorherrschenden internationalen Handelsnormen vollständig akzeptiert. Chinas internationale Handelsnormen stehen im Einklang mit dem Rechtssystem der WTO", sagte Wang Jiangyu, Professor an der School of Law der City University of Hong Kong und Direktor des Zentrums für chinesisches und vergleichendes Recht.

"Das bedeutet, dass das internationale Wirtschafts- und Handelsrecht in China in großem Umfang angewandt wird, was der Vereinheitlichung des globalen Handelssystems förderlich ist", erklärte Wang gegenüber Xinhua.

"Als europäisches Unternehmen, das seit über 30 Jahren in China tätig ist, haben wir die kontinuierlichen Bemühungen Chinas um eine Vertiefung der Öffnung und die Verbesserung des Geschäftsumfelds seit seinem Beitritt zur WTO miterlebt", sagte Tony Wei, Geschäftsführer von Swarovskis Business Services und Crystal Business in Greater China.

"Wir haben volles Vertrauen in Chinas Entwicklung und Zukunft", fügte er hinzu.

GLOBALISIERTES WACHSTUM UND ENTWICKLUNG

Der Beitritt Chinas zur WTO war ein Meilenstein in der epochalen Reform- und Öffnungspolitik des Landes und läutete eine neue Ära ein, in der das asiatische Land zu einem immer stärkeren Motor der wirtschaftlichen Globalisierung wurde und einen immer größeren Beitrag zur globalen Entwicklung leistete.

In den vergangenen 20 Jahren, so Xi in seiner jüngsten CIIE-Rede, "haben wir ein China erlebt, das die Reformen vertieft und eine umfassende Öffnung anstrebt; ein China, das die Chancen ergreift und sich den Herausforderungen stellt, und ein China, das seiner Verantwortung gerecht wird und der ganzen Welt von Nutzen ist."

In den Augen von Jeffrey Sachs, Direktor des Zentrums für nachhaltige Entwicklung an der Columbia University, war Chinas Beitritt zur WTO "ein enormer Schub für die Globalisierung". "Ohne (Chinas) Mitgliedschaft in der WTO", so Sachs gegenüber Xinhua, "hätte ein Großteil des Wirtschaftswachstums und der Integration nicht stattgefunden."

In den letzten zwei Jahrzehnten ist Chinas Wirtschaftskraft von der sechstgrößten auf die zweitgrößte der Welt angewachsen, und die Direktinvestitionen des Landes ins Ausland sind von Platz 26 auf den ersten Platz gestiegen. Das Land leistet seit 15 Jahren in Folge den größten Beitrag zum globalen Wachstum und ist seit elf Jahren der zweitgrößte Importeur der Welt.

Die Luftaufnahme zeigt einen Blick auf den internationalen Containerterminal für den Pazifik im Hafen von Tianjin in der regierungsunmittelbaren Stadt Tianjin in Nordchina, 11. Januar 2021. (Xinhua/Zhao Zishuo)

Inzwischen ist China der wichtigste Handelspartner von mehr als 50 Ländern und Regionen, und einer der drei wichtigsten Handelspartner von mehr als 120 Ländern und Regionen. Seit 2008 ist es das wichtigste Zielland für Exporte aus den am wenigsten entwickelten Ländern.

Neben wachstumsfördernden Maßnahmen wie der Importmesse CIIE, der Chinesischen Internationalen Messe für Handel mit Dienstleistungen (CIFTIS) und der Warenmesse Canton Fair hat sich die "Gürtel und Straße"-Initiative (BRI) zur weltweit umfassendsten und größten Plattform für internationale Zusammenarbeit entwickelt, die Ländern und Gemeinschaften auf der ganzen Welt Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Das Foto zeigt Besucher der Chinesischen Internationalen Messe für Handel mit Dienstleistungen (CIFTIS) 2021 im Shougang Park in Chinas Hauptstadt Beijing, 6. September 2021. (Xinhua/Xu Qin)

Mari Elka Pangestu, geschäftsführende Direktorin für Entwicklungspolitik und Partnerschaften bei der Weltbank, merkte an, dass Chinas Wirtschaftskraft dank Bemühungen wie der Förderung innerstaatlicher Reformen und der Ausweitung des Marktzugangs für ausländische Investitionen stetig gewachsen sei, was nicht nur die eigene Entwicklung vorangebracht habe, sondern auch den Handelspartnern des Landes, einschließlich der Entwicklungsländer und der am wenigsten entwickelten Länder, Vorteile gebracht habe.

"China bietet nicht nur einen riesigen Markt für ausländische Waren, sondern auch Chancen für das Wirtschaftswachstum dieser Länder und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschen in diesen Ländern", sagte Zhang Rui, Professor an der Academy of China Open Economy Studies der in Beijing angesiedelten Universität für Internationalen Handel und Wirtschaft. China habe zudem die eigenen Erfahrungen in die globale Wirtschaftsführung eingebracht.

Der WTO-Beitritt Chinas ist laut dem Präsidenten des Weltwirtschaftsforums (WEF) Børge Brende ein wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und ein Meilenstein in der Globalisierung. Die Verdoppelung des weltweiten Bruttoinlandsprodukts in den letzten Jahrzehnten sei auf die Globalisierung zurückzuführen.

"Was China eingeführt hat, ist eine neue Form der 'Globalisierung', die auf das Wohl der Menschen ausgerichtet ist", sagte William Jones, Leiter des Washingtoner Büros der US-Zeitschrift Executive Intelligence Review.

Die Luftaufnahme zeigt das Anlegen des RoRo-Schiffs Morning Laura im Hafen Xiuying in Haikou, der Hauptstadt der Provinz Hainan in Südchina, 16. Februar 2020. (Xinhua/Yang Guanyu)

"Die Kampagne zur Armutsbekämpfung und die 'Gürtel und Straße'-Initiative (BRI) sind paradigmatisch für diese neue Ausrichtung", sagte Jones gegenüber Xinhua. "Das hat vor allem in den Entwicklungsländern die Hoffnung auf eine bessere Zukunft geweckt".

VERFECHTER DES MULTILATERALEN SYSTEMS

"Während die COVID-19-Pandemie weiterhin verheerende Folgen mit sich bringt und die Weltwirtschaft vor einer holprigen Erholung steht, ist es umso wichtiger, dass die Menschen auf der ganzen Welt an einem Strang ziehen, um sich über diese schwierige Zeit hinwegzuhelfen."

Xis Aufruf zu internationaler Solidarität und Zusammenarbeit ist heute besonders relevant, da die Welt die kombinierten Auswirkungen großer Veränderungen und einer Pandemie erlebt, wie es sie seit einem Jahrhundert nicht mehr gegeben hat.

Während Unilateralismus und Protektionismus wiederauflebenden, zeigen Studien einen kontinuierlichen Rückgang des Weltöffnungsindex in den letzten zehn Jahren und eine Schwächung des globalen Konsenses zur Öffnung.

Gleichzeitig steht die Weltwirtschaft laut Brende vor großen Herausforderungen wie der Ausbalancierung von Inflationsdruck und Wirtschaftswachstum, der Bewältigung der Energieknappheit, der Verringerung der CO2-Emissionen, der Stärkung der globalen Wertschöpfungsketten und der Förderung von Infrastrukturinvestitionen. Brende rief die Staats- und Regierungschefs der Welt zur Zusammenarbeit auf, um gemeinsame Lösungen zu finden.

"Was China betrifft, so werden wir unsere Entschlossenheit, uns auf hohem Niveau weiter zu öffnen, nicht ändern. Wir werden unsere Entschlossenheit, die Entwicklungschancen mit dem Rest der Welt zu teilen, nicht ändern. Und wir werden unsern Einsatz für eine wirtschaftliche Globalisierung, die offener, inklusiver, ausgewogener und für alle vorteilhaft ist, nicht ändern", verkündete Xi.

Ein China-Europa-Güterzug verlässt den internationalen Handels- und Logistikpark von Xi'an in der Provinz Shaanxi im Nordwesten Chinas, 13. April 2021. (Xinhua/Li Yibo)

China hat sich entschieden für die Aufrechterhaltung des multilateralen Handelssystems mit der WTO als Kernstück eingesetzt, einen echten Multilateralismus praktiziert und die inklusive Entwicklung des multilateralen Handelssystems unterstützt.

Zu den Vorwürfen des Westens - China halte sich nicht an die Regeln der WTO, sagte Wang, es handele sich dabei um eine spezielle Rhetorik, die darauf abziele, ein falsches Bild von China zu konstruieren. Die westlichen Länder würden auf diese Weise versuchen, in der internationalen Auseinandersetzung mit China die Oberhand zu gewinnen.

Auf der anderen Seite sei das Regelwerk der WTO niemals vollständig, und es gebe keine detaillierten oder aktualisierten Regeln für bestimmte Themen wie staatliche Unternehmen und den elektronischen Geschäftsverkehr, so dass es keine "Rechtsgrundlage" gebe, China in diesen Bereichen anzugreifen.

"Was getan werden sollte, ist, dass sich alle WTO-Mitglieder zusammensetzen und gemeinsam die entsprechenden Regeln und Vorschriften erörtern", sagte Wang. Es sei nicht richtig, dass einige Mitglieder zuerst China ausschließen und dann ein eigenes Regelwerk formulieren und dieses anderen aufzwingen, betonte Wang.

Brende wies darauf hin, dass China mit seinem WTO-Beitritt bewiesen habe, dass das Land fest an ein multilaterales System glaube. China setze sich für die Beseitigung von Handelsschranken und -hindernissen ein und arbeite am Aufbau eines starken multilateralen Handelssystems, unterstrich er.

"China ist ein großer Befürworter von multilateralen Systemen", sagte Sachs. "Und das ist genau das, was wir im Moment brauchen.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

 

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