
Die Drohnenaufnahme zeigt eine Außenansicht der Volkswagen (Anhui) Automotive Company Limited in Hefei in der ostchinesischen Provinz Anhui, 7. Juni 2024. (Xinhua/Guo Chen)
„Während in den letzten Jahren weltweit Unsicherheit herrschte, blieb die geschäftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern stabil“, sagte der renommierte deutsche Ökonom Hermann Simon.
BERLIN, 24. Februar (Xinhua) -- China bleibe die beste Wahl für deutsche Unternehmen, da Chinas Bestrebungen nach technologischer Unabhängigkeit, industrieller Modernisierung und hochwertigem Wachstum langfristige Chancen schaffen würden, sagte der renommierte deutsche Ökonom Hermann Simon.
„China verfügt über eine starke Lieferanteninfrastruktur, einen riesigen Markt und hochinnovative Verbraucher“, erklärte er kürzlich in einem Interview mit Xinhua. „Für viele Aktivitäten ist China der beste Standort.“
Simon, bekannt als Vater der „Hidden Champions“-Theorie, sagte, dass die jüngsten Entwicklungen in China sowohl Kontinuität als auch Ehrgeiz widerspiegeln würden.
„Seit vielen Jahren ist China unser größter Handelspartner“, sagte er. „Während in den letzten Jahren weltweit Unsicherheit herrschte, blieb die geschäftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern stabil.“
Er wies darauf hin, dass deutsche Unternehmen in China stark vertreten seien und dort bis heute mehr als 2.000 Fabriken betreiben würden.
Simon äußerte sich auch optimistisch hinsichtlich des offiziellen Besuchs des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz in China von Mittwoch bis Donnerstag. „Voneinander zu lernen ist für die Aufrechterhaltung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit beider Seiten unerlässlich“, sagte er.
Er betonte, dass stabile politische Beziehungen das Vertrauen der Unternehmen stärken würden. „Gute politische Beziehungen haben einen doppelten Effekt“, sagte er. „Sie können Transaktionen und Investitionen erleichtern, aber noch wichtiger ist, dass sie die Einstellung gegenüber China verändern.“
Wenn die Beziehungen positiv seien, würden deutsche Unternehmen eher in China investieren und das Land häufiger besuchen, während chinesische Manager und Unternehmer zunehmend bereit seien, in Deutschland zu investieren, sagte er.
In Bezug auf die strategischen Prioritäten Chinas sagte Simon, dass die jüngsten Fünfjahrespläne den Schwerpunkt auf industrielle Stärke, technologische Souveränität und Selbstständigkeit legen würden. Er merkte an, dass Chinas Wandel hin zu einer hochwertigen Entwicklung eine strukturelle Transformation darstelle.
Mit Blick auf die Zukunft sagte Simon, deutsche Unternehmen sollten sich aktiv an Chinas nächster Welle der technologischen Modernisierung beteiligen, anstatt zu befürchten, zurückzubleiben.
„Die richtige Schlussfolgerung ist, ein Insider zu werden und von den Entwicklungen in China zu profitieren“, sagte er. „Wir in Deutschland können davon lernen.“





