Deutsches Gasunternehmen Uniper benötigt weitere 25 Milliarden Euro Staatshilfen - Xinhua | German.news.cn

Deutsches Gasunternehmen Uniper benötigt weitere 25 Milliarden Euro Staatshilfen

2022-11-25 09:52:24| German.news.cn
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BERLIN, 24. November (Xinhua) -- Deutschlands größter Gasimporteur Uniper wird infolge der Energiekrise bis zu 25 Milliarden Euro an zusätzlichen Staatshilfen benötigen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Der Gasimporteur erklärte, dass eine geplante Kapitalerhöhung von acht Milliarden Euro "nicht ausreichen wird, um Uniper zu stabilisieren". Das zusätzliche Kapital soll durch die Ausgabe von Aktien geschaffen werden, für die der deutsche Staat der einzige Zeichner sein wird.

"Das Genehmigte Kapital soll genutzt werden, um das durch weitere Verluste 2022, 2023 und 2024 insbesondere im Zusammenhang mit Gasersatzbeschaffungen in Folge russischer Gaslieferbeschränkungen geschwächte Eigenkapital teilweise wiederherzustellen", teilte Uniper in einer Stellungnahme mit.

Als Überbrückungsmaßnahme soll laut Uniper die staatliche deutsche KfW-Bank eine Zwischenfinanzierung bereitstellen. Die Bank war auch einer der wichtigsten Verteiler von Staatshilfen während der COVID-19-Pandemie.

"Die mit der Bundesregierung vereinbarten Kapitalmaßnahmen werden die monatelange Phase der Unsicherheit für unser Unternehmen und unsere Kunden beenden", sagte Uniper-Vorstandsvorsitzender Klaus-Dieter Maubach. Durch die staatliche Stützung könne Uniper Gas zu den Konditionen liefern, die vor dem Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts vereinbart wurden.

Bereits im September hatte die deutsche Regierung Uniper vor der Insolvenz gerettet, weil das Unternehmen eine Schlüsselrolle in der Energieversorgung des Landes spielt. Nach der ersten geplanten Kapitalerhöhung und dem Erwerb eines Aktienpakets des finnischen Energiekonzerns Fortum wird der Anteil der Bundesregierung rund 99 Prozent betragen.

Angetrieben durch den Russland-Ukraine-Konflikt sind die Gaspreise in Europa im Laufe des Jahres in die Höhe geschossen und erreichten Ende August einen Höchststand von fast 350 Euro pro Megawattstunde. Die Preise für europäische Gas-Termingeschäfte an der Title Transfer Facility (TTF) sind seither gesunken und wurden am Mittwoch mit rund 125 Euro gehandelt.

Infolgedessen verzeichnete Uniper in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettoverlust von 40 Milliarden Euro, wie das Unternehmen Anfang des Monats mitteilte. Rund 31 Milliarden Euro an künftigen Verlusten werden im Zusammenhang mit dem Ende der russischen Gaslieferungen nach Deutschland erwartet.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

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