
Ein Journalist fotografiert einen ausgestellten Volkswagen ID.AURA während der 21. Shanghai International Automobile Industry Exhibition in Ostchina, 23. April 2025. (Xinhua/Fang Zhe)
JINAN, 26. Juni (Xinhua) -- Photovoltaikmodule auf Dächern erzeugen sauberen Strom, Elektroautos, rollen vom Band, und Küchenabfälle werden in Ressourcen umgewandelt.
In Fabriken, Gemeinden, Verkehrssystemen und Energienetzen eröffnet Chinas beschleunigter ökologischer Wandel multinationalen Unternehmen spannende neue Wachstumschancen.
Chinas 15. Fünfjahresplan (2026-2030) sieht vor, den ökologischen Wandel des Landes auf breiter Front zu beschleunigen, ein „Schönes China“ zu schaffen und die ökologische sowie CO2-arme Transformation in Schlüsselbereichen wie Industrie, städtische und ländliche Entwicklung, Verkehr und Energie voranzutreiben.
Für multinationale Unternehmen bietet der Plan nicht nur eine klarere politische Ausrichtung, sondern auch erweiterte industrielle Handlungsspielräume.
Der deutsche Chemiekonzern BASF treibt die CO2-arme Produktion an seinem Verbundstandort in Zhanjiang in der südchinesischen Provinz Guangdong voran, indem er den großen Chemiekomplex mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt.
Das französische Energietechnologieunternehmen Schneider Electric unterstützt weiterhin die grüne Transformation chinesischer Unternehmen durch Energiemanagement, Automatisierung und digitale Technologien, während Industriegiganten wie Siemens Lösungen für intelligente Stromversorgungssysteme, grüne Fertigung und Energieoptimierung auf den Markt bringen.
Mit seinem riesigen Markt, vollständigen Industrieketten und vielfältigen Anwendungsszenarien entwickelt sich China zu einem wichtigen globalen Zentrum für die Forschung und Entwicklung (F&E) sowie den Einsatz grüner Technologien.
Boomende grüne Sektoren ziehen multinationale Konzerne an, ihre Präsenz in China auszubauen, was einen neuen Motor für das Investitionswachstum darstellt.
Der Sektor für Elektroautos, oder auch Fahrzeuge mit neuer Energie (NEV) ist eines der prominentesten Beispiele.
Chinas Automobilindustrie habe in den letzten zehn Jahren erhebliche Fortschritte bei der Elektrifizierung von Fahrzeugen gemacht, und der nächste Schritt werde sich auf intelligente Fahrzeuge konzentrieren, sagte Renée Wang, Executive Vice President des Automobilzulieferers ZF Group, letzte Woche auf dem 7. Qingdao Multinationals Summit.
Diskussionen zu Themen wie der NEV-Industriekette und der Nutzung grüner Energie zur Stärkung der High-End-Chemieindustrie auf der Veranstaltung unterstrichen das wachsende Interesse globaler Unternehmen an Chinas boomenden grünen Industrien.
„Aufbauend auf Chinas ausgereiftem Ökosystem der Lieferkette und dem reichhaltigen Pool an Forschungs- und Entwicklungstalenten freuen wir uns darauf, mit chinesischen Partnern zusammenzuarbeiten, um gemeinsam technologische Wege zu erkunden, effizientere Methoden für den Einsatz grüner Energie zu entwickeln und Innovationen im Raum Asien-Pazifik sowie weltweit auszuweiten“, sagte Wang.
Auch der Umweltsektor bietet enorme Chancen.
Die Strabag Umwelttechnik GmbH, ein auf Umweltlösungen spezialisiertes deutsches Unternehmen, sieht laut Peng Tao, dem Gebietsleiter des Unternehmens für China, eine starke Übereinstimmung zwischen ihrer technologischen Ausrichtung und Chinas Bestrebungen, die umweltfreundliche Nutzung von Biomasse in den nächsten fünf Jahren voranzutreiben.
„Bei der Aufbereitung von organischen Feststoffabfällen in großen Mengen, darunter landwirtschaftliches Stroh und Tierdung, wollen wir weitere Demonstrationsprojekte starten und deutsches Fachwissen einbringen, um Chinas grüne Entwicklung und CO2-arme Governance zu unterstützen“, so Peng.
Während China seine Öffnung auf hohem Niveau vorantreibt, ermutigt das Land multinationale Unternehmen weiterhin zur Zusammenarbeit in Bereichen wie grüner und CO2-armer Entwicklung, fortschrittlicher Fertigung und technologischer Innovation.
„Multinationale Unternehmen sollten neben der Einführung modernster Technologien in China auch dazu beitragen, Chinas Innovationen in Bereichen wie neuen Energien weltweit bekannt zu machen“, sagte Lydia Linna Liu, stellvertretende Vorsitzende und Generalsekretärin des Global Investment Council.
„Auf diese Weise können multinationale Unternehmen stärker an den Erträgen aus der Entwicklung neuer, qualitativ hochwertiger Produktivkräfte im Zuge des grünen Wandels in China teilhaben“, so Liu.





