WIEN, 6. Juli (Xinhua) -- Der in Wien lebende Denis Yurchak wurde kürzlich in den chinesischen sozialen Medien durch seine Geschichte bekannt, wie er in Europa nach einer Klimaanlage der Marke Midea suchte. Für ihn hat sich die 200 Kilometer lange Reise, um eine Klimaanlage zu bekommen, absolut gelohnt.
Ende Juni stieg die Temperatur in Wien auf fast 40 Grad Celsius und wurde für Yurchak unerträglich. Also beschloss er, eine Klimaanlage für seine Wohnung zu kaufen. Durch Recherchen im Internet und vor Ort stieß er auf die chinesische Marke Midea, die das anbietet, was er als „richtige Klimaanlage“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein speziell für Europa entwickeltes Modell, bei dem man sich das Bohren von Löchern in die Wände ersparen kann und das zudem relativ leise ist und weniger Strom verbraucht.
Das Modell „Midea Portasplit“ wurde im heißen Sommer in Europa so beliebt, dass es laut Yurchak bei seiner Suche nach der Midea-Klimaanlage nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und Frankreich fast ausverkauft war.
Yurchak ist Ingenieur und Gründer von Yadaphone und eSIMPal, Websites, die Nutzern zu günstigeren Auslandsgesprächen verhelfen und eSIM-Lösungen für Reisen anbieten. Um dieses Klimagerät-Modell zu ergattern, nutzte Yurchak sein Fachwissen im Bereich KI und entwickelte einen eigenen KI-Agenten, der die Verkaufsdaten von Midea-Klimageräten verfolgt. Um 1 Uhr nachts erhielt er dann eine Nachricht von seinem KI-Agenten und fand ein verfügbares Klimagerät. Er gab sofort die Bestellung auf, fuhr anschließend 200 Kilometer in die österreichische Stadt Linz und erwarb schließlich sein Midea-Klimagerät.
„Ich denke, (die Beliebtheit von Midea Portasplit) sollte definitiv weitere Marken wie Midea anspornen oder einige europäische Marken dazu veranlassen, ähnliche Technologien zu entwickeln. Ich glaube, Europa ist derzeit definitiv ein unerschlossener Markt, und wir werden mehr Hitzewellen und eine steigende Nachfrage nach Klimaanlagen erleben. Denn ich gehe davon aus, dass die Vorschriften, die den Einbau herkömmlicher Klimaanlagen verbieten, so schnell nicht verschwinden werden. Daher glaube ich, dass definitiv eine große Nachfrage besteht.“
Daten der Internationalen Energieagentur zeigen, dass sich Europa doppelt so schnell erwärmt wie der globale Durchschnitt, doch nur 20 Prozent der europäischen Haushalte verfügen über eine Klimaanlage. Klimaanlagen, die in Europa einst als nicht notwendig galten, werden zunehmend zu einer „Überlebensnotwendigkeit“.





