Xinhua-Kommentar: Regeln dürfen sich nicht Hegemonialmacht beugen - Xinhua | German.news.cn

Xinhua-Kommentar: Regeln dürfen sich nicht Hegemonialmacht beugen

2026-07-08 12:37:45| German.news.cn
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Romelu Lukaku (erster von links) aus Belgien schießt ein Tor während des Achtelfinalspiels zwischen den Vereinigten Staaten und Belgien bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im Seattle Stadium in Seattle in den USA, 6. Juli 2026. (Xinhua/Xu Chang)

BEIJING, 7. Juli (Xinhua) -- Die Vereinigten Staaten betrachten internationale Regeln schon seit langer Zeit als optional statt als verbindlich - sie werden eingehalten, wenn sie nützlich sind, aber verworfen, wenn sie unbequem sind. Ein jüngster Versuch von Präsident Donald Trump, Einfluss auf eine internationale Sportveranstaltung zu nehmen, veranschaulicht diese Doppelmoral perfekt.

Der Vorfall selbst ist weniger wichtig als die ihm zugrunde liegende Logik. Regeln erlangen ihre Legitimität durch Konsequenz und Unparteilichkeit, nicht durch den Einfluss derer, die Ausnahmen anstreben. Sobald Entscheidungen eher durch politischen Druck als durch festgelegte Verfahren geprägt werden, beginnt das Vertrauen in das gesamte System zu bröckeln.

Dieses Muster reicht weit über den Sportbereich hinaus. Die Vereinigten Staaten haben sich lange Zeit als Hüter einer „regelbasierten internationalen Ordnung“ präsentiert, doch ihre Bilanz offenbart eine eklatante Doppelmoral. Sie setzen Regeln, die ihren Interessen dienen, energisch durch, während sie Ausnahmen fordern, Bedingungen umschreiben oder das System einfach umgehen, wenn dieselben Regeln zum Hindernis werden.

Durch die Lähmung des Streitbeilegungsmechanismus der Welthandelsorganisation (WTO) bei gleichzeitiger Anschuldigung anderer wegen Handelsverstößen - und durch die Verhängung einseitiger Zölle und extraterritorialer Sanktionen außerhalb multilateraler Rahmenwerke - hat Washington wiederholt signalisiert, dass Regeln selektiv und nicht universell angewendet werden.

Die Weltordnung kann nicht Bestand haben, wenn mächtige Länder sich das Recht vorbehalten, die Regeln nach Belieben zu beugen oder zu ignorieren. Die Glaubwürdigkeit eines jeden Systems beruht nicht auf dem Einfluss seiner stärksten Mitglieder, sondern auf der unparteiischen Anwendung seiner Grundsätze auf alle.

Vorschriften behalten nur durch gerechte Durchsetzung ihre Bedeutung. Wenn Ausnahmen zum Anspruch hegemonialer Akteure werden, funktioniert das Rahmenwerk nicht mehr als regelbasierte Ordnung, sondern verkommt stattdessen zu einem System, das von roher Macht diktiert wird.

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