
BEIJING, 7. August (Xinhua) -- Chinas erste eigenständig entwickelte, schwimmende 16-Megawatt-Windkraftplattform auf TLP-Unterbau mit dem Namen „Haiyou Anlan“ wurde an das Stromnetz des Lufeng-Ölfeldes angeschlossen und liefert nun direkt grünen Strom, wie die China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) am Donnerstag bekannt gab.
Die Plattform sei so konzipiert und gebaut, dass sie den extremen Bedingungen eines Supertaifuns mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu etwa 220 Kilometern pro Stunde standhalten könne. Ihr Betrieb stelle einen bedeutenden Fortschritt für Chinas Technologie im Bereich der schwimmenden Hochsee-Windkraftanlagen dar und eröffne neue Wege für die Entwicklung der Offshore-Windenergie des Landes, so das Unternehmen.
Die Windkraftplattform, die etwa 136 Kilometer vor der Küste im Mündungsbecken des Perlflusses im nördlichen Teil des Südchinesischen Meeres installiert wurde, ist fast so hoch wie ein 110-stöckiges Gebäude, wiegt 7.800 Tonnen und hat eine Flügelfläche, die 7,5 Standard-Fußballfeldern entspricht. Der Strom wird über Unterseekabel in das Stromnetz des Lufeng-Ölfeldes eingespeist. Nach Angaben von CNOOC soll die Anlage jährlich 54 Millionen Kilowattstunden Ökostrom erzeugen.
Im Vergleich zu halbtauchfähigen Offshore-Windkraftplattformen kann das Tension-Leg-Platform-System (TLP) dank seiner schwimmenden Konstruktion den Stahlverbrauch senken, ohne die strukturelle Festigkeit zu beeinträchtigen. Außerdem verringert es laut Angaben des Unternehmens die von der Anlage beanspruchte Meeresfläche.
China verfügt über reiche Hochsee-Windressourcen. Diese sind entscheidend für das künftige Wachstum der Offshore-Windkraftkapazitäten. Das Unternehmen geht davon aus, dass durch das Projekt jährlich 15.000 Kubikmeter Heizöl eingespart und die CO2-Emissionen um 35.000 Tonnen reduziert werden können.





