BEIJING, 9. Juli (Xinhua) -- Im Rahmen der jüngsten Bemühungen zur Stärkung des Naturschutzes hat die chinesische Polizei eine landesweite Kampagne gestartet, um gegen Verbrechen vorzugehen, die Vögel und andere Wildtiere gefährden.
Die von Juni bis Dezember laufende Aktion zielt auf illegale Jagd ab, insbesondere unter Einsatz von Schusswaffen und Drohnen, sowie auf den illegalen Kauf von Wildtieren über Online-Plattformen, teilte das Ministerium für Öffentliche Sicherheit (MPS) am Donnerstag mit.
Die Behörden werden umfassende Maßnahmen zur Zerschlagung krimineller Banden entlang der gesamten Kette ergreifen, die von der Wilderei über den Kauf bis hin zum Vertrieb von Wildtieren reicht.
Das Ministerium versprach, die Lieferketten des Grau- und Schwarzmarktes zu unterbinden, eine robuste Barriere für den ökologischen Schutz zu errichten und das harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur zu fördern.
Die Polizei wird zudem die Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung mit anderen Ländern verstärken, um die grenzüberschreitende Wildtierkriminalität zu bekämpfen.
In China leben 1.505 Vogelarten, was etwa einem Sechstel der weltweiten Gesamtzahl entspricht; davon sind mehr als 800 Arten Zugvögel. Das Land dient zudem als wichtiger Korridor für den globalen Vogelzug, da vier der neun großen Zugwege das chinesische Territorium überqueren.
Im Rahmen umfassenderer Bemühungen zum Schutz der Ökologie und der Umwelt hat eine Reihe von Vogelschutzmaßnahmen in den letzten Jahren zu bedeutenden Ergebnissen geführt.
Die Bestände vieler gefährdeter Vogelarten haben sich laut der Staatlichen Forst- und Graslandbehörde Chinas (NFGA) stabilisiert und sind gewachsen, während sowohl die Vielfalt als auch die Anzahl der Vogelschwärme landesweit deutlich zugenommen haben.
98,4 Prozent der chinesischen Vogelarten stünden nun unter gesetzlichem Schutz und die Zahl der national geschützten Arten sei auf 394 erhöht worden, sagte Wang Weisheng, ein Beamter der Behörde.





